BASKET

Gegen den Trend

Die taktische Ausrichtung der Chicago Bulls ist, anders als die vieler NBA-Teams, nicht vom Dreier-Geballer der Warriors inspiriert. Mit nur 19,4 Dreier-Versuchen im Schnitt stellen sich die Mannen von Coach Fred Hoiberg bewusst gegen diesen Trend – müssen sich aber noch finden.  

nter Tom Thibodeau, der von 2010-2015 hauptverantwortlich war, hatte die Chicago Bulls ein klar definiertes und für jeden ersichtliches Konzept: Defense, Defense, Defense hieß unter dem Trainer mit der stets heiseren Stimme die Marschroute. Doch Thibodeau ist Geschichte in der „Windy City­“, und zwei der wichtigsten Prota­gonisten von damals – Derrick Rose und Joakim Noah – sind nach New York abgewandert. Der Nachfolger des heutigen Coaches der Minnesota Timberwolves ist Fred Hoiberg. Und der 44-jährige ehemalige NBA-Spieler ist eine durchaus interessante Personalie. Sein Schaffen als Aktiver ist jedoch eher unspektakulär, so wurde der „Mr. Basketball“ des Bundesstaates Iowa von 2005 als bislang einziger Führender der Dreier-Kategorie nicht zum „Three-Point Contest“ des All-Star-Games eingeladen. Nach seinem Karriereende ändert sich das. Er erhält nach einer kurzen Zeit im Front Office der T’Wolves den Posten des College-Coaches in seiner Heimat Iowa. Dort beerbt er Greg McDermott, dessen Sohn Doug im aktuellen Kader der Chicago Bulls steht. Hoiberg führt die Cyclones in seinem ersten Jahr direkt ins NCAA-Turnier, das zuvor sieben Jahre in Folge verpasst wurde, und wird zum „Big 12 Coach of the Year“ ernannt.

Der weitere Werdegang ist bekannt: Die Bulls kaufen Hoiberg aus seinem Zehn-Jahres-Vertrag heraus und qualifizieren sich anschließend mit dem jungen „Wundertrainer“ zum ersten Mal seit acht Jahren nicht für die Playoffs.
   
Ist Hoiberg zu soft für die NBA?

Die Kritiker lassen fortan kein gutes­ Haar an Hoiberg. Es fehle eine klare Spielphilosophie, und Immer wieder ist die Rede davon, dass der Coach Probleme habe, seine Autorität sicherzustellen. Doch in dieser Saison gewinnt Hoiberg an Zuspruch. Seine Handschrift wird zunehmend besser­ sichtbar. Und was noch wichtiger ist, die Spieler ziehen mit! Mit Dwyane Wade, Rajon Rondo und Robin Lopez konnten wichtige Veteranen gewonnen werden, die dabei helfen, eine klare Hierarchie hinter dem All Star und Franchise-Player Jimmy Butler zu implementieren.

Weiterlesen? Die gesamte Story findet ihr in der aktuellen BASKET-Ausgabe 02/2017 (seit 11. Januar am Kiosk).

 

 

 

 

 

 

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