BASKET

Upsets statt Sweeps?

Damian Lillard von den Portland Trail Blazers feiert mit seinen Teamkollegen den Sieg gegen die Los Angeles Clippers.

Damian Lillard und seine Blazers stehen vor dem Einzug in die zweite Playoff-Runde.
Foto: getty images

Die erste Runde in den NBA-Playoffs ist spannend wie selten. Nach fünf Spielen in jeder Serie sind erst vier der acht Begegnungen entschieden, nämlich die der großen Titelkandidaten Golden State (4:1 vs. Houston), San Antonio (4:0 vs. Memphis), Oklahoma City (4:1 vs. Dallas) und Cleveland (4:0 vs. Pistons). In den übrigen Serien bleibt es beim Stand von 3:2 weiterhin spannend, Sweeps sind bis auf die Serien der Spurs und der Cavs keine zu verzeichnen gewesen. Und das, obwohl zunächst einige weitere davon in der Luft gelegen hatten.

Ganz besonders die Serien zwischen Miami Heat und den Charlotte Hornets sowie zwischen den Los Angeles Clippers und den Portland Trail Blazers verlaufen unerwartet und zugleich spannend. Denn: In beiden Serien war der Favorit (Heat und Clippers) bereits mit 2:0 in Front, mittlerweile allerdings führen jeweils die Underdogs nach drei Siegen in Serie und brauchen nur noch einen Sieg, um in die zweite Runde einzuziehen. In Spiel fünf der Heat gegen die Hornets traf Courtney Lee den entscheidenden Wurf und sorgte für den ersten Playoff-Auswärtssieg der Hornets seit 2002, damals bei den Orlando Magic. Die Heat haben die Serie nach dem starken Start aus der Hand gegeben, obwohl Dwyane Wade stark performt. Doch seit die Hornets weniger über Al Jefferson spielen, das Spiel eher auf die Außenbereiche verlagern und damit vor allem die Stärken von Hassan Whiteside eingrenzen, läuft die Serie eher in Richtung Charlotte. Die Heat brauchen nun den Auswärtssieg zum Überholen. Doch es sieht danach aus, als hätten die Hornissen, statt selbst gesweept zu werden, den Mannen aus Florida ordentlich den Zahn gezogen.

Den Anschein macht unterdessen auch die Serie zwischen den Los Angeles Clippers und den Portland Trail Blazers, allerdings aus anderen Gründen. Während bei den ersten beiden Siegen der Clippers die Superstars Chris Paul und Blake Griffin eine starke Form in den Playoffs zeigten, fehlen beide mittlerweile verletzt und werden auch in dieser Saison nicht mehr auf dem Court stehen. Ein Umstand, den das Team weder sportlich noch mental verarbeiten konnte und in der Folge kein Spiel mehr gewann. Mittlerweile gelten die Blazers als großer Favorit, in die nächste Runde einzuziehen und es dort mit den Golden State Warriors aufzunehmen. Also: Upsets statt Sweeps heißt das Motto der NBA.

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