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Bulls nehmen Fahrt auf – und sind ein legitimer Contender

BASKET-Kommentar: Die Bulls sind das Team der Stunde. Das 92:90 über Indiana war der siebte Sieg in Serie und der zehnte Triumph aus den letzten elf Spielen. Derrick Rose und Co. zeigen damit, dass sie in dieser Saison bereit für den Angriff auf den Titel sind.

Nach zwei schweren, von Derrick Rose‘ Verletzungen geplagten Jahren sind die Chicago Bulls endlich wieder da, wo sie seit der Ankunft ihres Local Heros und Hoffnungsträger Rose hin wollten – im Kreis der Contender. Die Kollegen von ESPN führen die Bullen im aktuellen Power Ranking erstmals auf Platz 1. Und das völlig zu Recht. Denn Chicago ist das Team der Stunde.

Rose nimmt Fahrt auf, die Bullen auch

Chicago Bulls v Indiana Pacers

MIP-Kandidat: Shooting-Star Jimmy Butler. Foto: Getty Images

Nach einem eher durchwachsenen Start mit zwölf Siegen aus den ersten 20 Partien  sind die Bullen seit Anfang Dezember richtig heiß und haben sich mit einem 10:1-Run auf Platz vier der Eastern Conference vorgearbeitet. Wie stark Chicago momentan ist, zeigen die jüngsten Triumphe gegen die Top-Konkurrenten Portland (115:106), Memphis (103:97), Toronto (129:120) und Washington (99:91).

Dass der sechsmalige NBA-Champion richtig Fahrt aufgenommen hat, liegt vor allem an den immer besser werdenden Leistungen eines Mannes – Derrick Rose. Klar, Shooting Guard Jimmy Butler ist nach seinem rasanten Aufstieg mit durchschnittlich 22,2 Punkten, 6,2 Rebounds, 3,2 Assists und 1,6 Steals nicht nur der heißeste Kandidat auf den „Most Improved Player“-Award, sondern auch momentan sogar MVP-Anwärter, doch der Grund für die immer stärker werdenden Performances der Bulls ist Derrick Rose. Der 26-jährige Top-Star hat mit jedem Spiel etwas mehr den Rost, der sich in seiner Leidenszeit angesammelt hatte, abgeschüttelt.

Rose (2)

Derrick Rose wird von Spiel zu Spiel besser. Foto: Getty Images

Inzwischen ist performt er wieder auf richtig hohem Niveau: Im Dezember liefert D-Rose starke 19,5 PPS, 5,1 AS und 2,9 REB ab und trifft dabei solide 43,4 Prozent seiner Würfe. Wie wichtig ein Rose in Top-Form ist belegt eine weitere Statistik: Bei den 22 Siegen hat Derrick 19,8 PPS aufgelegt, bei den acht Niederlagen sind es magere 12,6!

(Defensiv-)Starkes Kollektiv

Doch nicht nur der wiedererstarkte Rose ist verantwortlich für den Sturm Richtung Tabellenspitze. Großen Anteil hat auch Zugang Pau Gasol, der bis dato mit 17,8 PPS und 11,2 REB (NBA-Rang 6) glänzt. Zusammen mit Center Joakim Noah (8,5 PPS, 9,7 REB, 3,9 AS, 1,3 BL), der eine für seine Verhältnisse schwächere Saison abliefert, bildet der Spanier eines der besten Big-Men-Duos der Liga. Allein mit ihrer Präsenz in der Zone sorgen die beiden Seven-Footer für Ehrfurcht beim Gegner – und dafür, dass Chicago erneut mit starker Defense überzeugt (98,5 gegnerische PPS; NBA-Rang 9).

Zum legitimen Titelanwärter machen die Bulls ihre effektiven und produktiven Rollenspieler wie Taj Gibson (12,0 PPS, 7,3 REB), Aaron Brooks (11,0 PPS, 3,3 AS), Mike Dunleavy (9,3 PPS) und Nikola Mirotic (8,3 PPS), durch die die sonst offensivschwachen Bullen nun auch mit dem drittbesten Angriff der NBA glänzen.

Also kurzum: Die Chicago Bulls sind, auch wenn sie (noch) nur auf Platz 4 rangieren, eines der besten Teams der Liga. Und sie verfolgen große Ziele: „Ich will uns nicht mit einem Fluch belegen, aber dieses Team kann wirklich um den Titel mitspielen“, bestätigt Derrick Rose. „Wir müssen nur konzentriert und fokussiert bleiben und uns alle zum Wohle des Teams unterordnen.“ Die Bulls greifen 2015 nach den (NBA-)Sternen – und das völlig zu Recht!

Übrigens: Einen Artikel über Jimmy Butlers rasanten Aufstieg findet ihr auch in unserer aktuellen Ausgabe BASKET 1/2015. Alle Themen der Ausgabe im Überblick findet ihr hier.

Butler

Lesetipp: Eine Story zu Chicagos Shooting-Star Jimmy Butler gibt’s in BASKET 1/2015.

 

 

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