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BASKET

Die Gründe des sensationellen Starts der Indiana Pacers

Nach ihrem 95:79 Sieg gegen die Memphis Grizzlies sind die Indiana Pacers das einzig ungeschlagene Team in der NBA. Der 8:0-Start in die Saison bedeutet gleichzeitig einen neuen Franchise-NBA-Record. Was ist also nach dem dramatischen Ende der letzten Saison gegen die Heat in den Conference-Finals (3:4) in der Offseason passiert, dass die Pacers so furios starten?

Paul George

Paul George

„Herb“ Simon, der vor kurzem seinen 79.Geburtstag gefeiert hat, ist seit 1983 Owner der Franchise und somit neben den Besitzern der Franchises aus Los Angeles (Donald Sterling bei den Clippers sowie Jim und Jeanie Buss bei den Lakers) der am längsten im Amt befindliche Besitzer. Eben jener Herbert Simon rief letztes Jahr nach der Niederlage in Spiel 7 der EC-Finals gegen die Heat den Executive of the Year 2012 namens Larry Bird an und holte ihn zurück nach Indianapolis. 2012 verließ Bird die Franchise zum Teil aus gesundheitlichen Problemen, zum Teil aber auch wegen unterschiedlicher Auffassungen bezüglich der Zukunft der Franchise. Bird hatte von Simon nicht gerade viel Geld für die Zusammenstellung des Teams zur Verfügung gestellt bekommen und musste zudem selbst einen „Paycut“ hinnehmen. Grund genug für Bird zurück nach Florida zu gehen und es sich im Rentnerparadies gutgehen zu lassen.
Was genau „Herb“ getan hat, um Bird zurückzuholen, bleibt ihr Geheimnis, jedoch durfte die aus Indiana stammende Celtics-Legende nun endlich Geld in die Hand nehmen: 36 Millionen Dollar für David Wests Vertragsverlängerung, dazu Luis Scola via Trade geholt und dann gab es da ja noch die 80-Millionen-$-Extension für Paul George – die größte Vertragsverlängerung der Franchise-History. Eben jener Paul George, der nun so (überragend) aufspielt, als würde er liebend gerne sowohl im 3-Point-Contest, als auch im Slam-Dunk-Contest beim diesjährigen All-Star Weekend antreten und zudem natürlich im Main Event, dem All-Star-Game dabei sein. Viel wurde auch in die „Bench“ investiert, man ersetzte D.J. Augustin durch C.J. Watson und Tyler Hansbrough durch Scola. Zudem gibt’s ja noch die bewhrten Kräfte Lance Stephenson, Ian Mahinmi, George Hill und Co. und beim Draft wurde Solomon Hill gepickt – die grösste Schwachstelle der letzten Saison, die fehlende Offense und Tiefe der Bank wurde behoben. Das Beeindruckende daran: Trotzdem wurde das Hauptziel von Bird eingehalten: Keine Luxury Tax zahlen – momentan liegen die Pacers rund 2 Mio.$ unter der Grenze.

Dieses Ziel wird nächstes Jahr mit dem Roster nicht möglich sein. Der fette Vertrag von George startet nächsten Sommer und dann sind da ja noch Roy Hibbert und Danny Granger. Wobei ein Granger in den US-Medien nur als einer der heißesten „Trade Chips“ gehandelt wird. Ob er am Ende der Saison noch ein Pacers-Trikot trägt, darf durchaus bezweifelt werden. Doch das ist Zukunftsmusik, was bleibt ist der starke 8:0-Start. In der Nacht auf Freitag geht es gegen die Milwaukee Bucks, ein 9:0-Auftakt ist also nicht unwahrscheinlich. Und wer weiss, vielleicht schreiben die Indiana Pacers ja am Ende der Saison erneut Geschichte und Herbert Simon tritt als Owner der Franchise nach 31 Jahren mit der ersten Larry O’Brien Championship Trophy in der Geschichte der Pacers ab.

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