fbpx
BASKET

Es gibt nur einen Club, der Josh Smith braucht!

Für einige kam es überraschend: Die Detroit Pistons haben Josh Smith mit sofortiger Wirkung vor die Tür gesetzt und den Forward aus ihrem Kader gestrichen. Die Leistungen des 29-Jährigen (13,1 PPS, 7,2 REB, 4,7 AS) waren schlicht nicht das, was sich die Verantwortlichen erhofft hatten, als sie dem 2,06-Meter-Mann einen Vertrag unterbreiteten, der ihm allein vom jüngsten Sommer bis 2017 42 Millionen Dollar garantiert. In Anbetracht der aktuellen Tabellensituation (fünf Siege, 23 Niederlagen, Platz 13 im Osten) und seiner schwachen Werte reagierten die Verantwortlichen also mit der sofortigen Kündigung.

Josh Smith startete in 28 Spielen für Detroit (Foto: Getty Images)

Josh Smith startete in 28 Spielen für Detroit (Foto: Getty Images)

Nun dreht sich natürlich alles nur um eine Frage: Bei welchem Club wird der Linkshänder unterkommen? Einige Interessenten stehen bereits in der Schlagen, aber was wäre wirklich sinnvoll?

Houston Rockets: Das Team aus Texas gilt als einer der heißesten Kandidaten, um sich die Dienste des Forwards zu sichern. Doch die Frage nach dem Sinn muss an dieser Stelle erlaubt sein. Kein Team schießt so häufig von Downtown wie die Rockets (34,3 Versuche pro Partie) und Smith ist alles andere als ein ausgewiesener Drei-Punkte-Schütze (24,3 %). Außerdem haben sich die Raketen erst vor wenigen Tagen mit Corey Brewer verstärkt, weshalb auf der Drei (Trevor Ariza ist auch noch da) kein Handlungsbedarf besteht. Und auf der Vier stehen mit Terrence Jones sowie Donatas Motiejunas zwei solide Power Forwards zur Stelle, die ihre Qualitäten unter Beweis gestellt haben. Entscheidend ist aber vor allem die aktuelle Tabelle: Houston ist das viertbeste Team im Westen und findet sich immer besser. Sollten die Texaner neben Brewer jetzt auch noch Smith holen, könnte das der Chemie schaden. Der Wechsel wäre nur interessant, wenn Smith seine Ansprüche zurückschrauben und sich voll und ganz in den Dienst des Teams stellen würde. Das würde bedeuten: Defense, Rebounds und Hustle – kaum vorstellbar, dass er das will …

Zweiter Bewerber um Smiths Dienste sind die Miami Heat. Der Vizemeister von 2014 liegt mit 13 Siegen aus 28 Begegnugnen auf Platz sieben der Eastern Conference und könnte einen neuen Mann, der sich den Ball greift und Verantwortung übernimmt, durchaus gut gebrauchen. Zudem suchen die Heat noch ihren Rhythmus. Smith wäre eine ideale Ergänzung zu Chris Bosh und würde mit ihm, Dwyane Wade sowie Luol Deng eine starke Starting-Five bilden. Abegesehen davon – und das macht diese Option richtig interessant – ist Heat-Coach Erik Spoelstra dafür bekannt, dass er die Systeme so laufen lässt, dass die Stärken der Spieler eingebunden und betont werden. Eine Win-win-Situation also, weshalb ein Engagement in Florida nicht überraschen würde!

Nur in seinen ersten beiden Saison scorte er schwächer (Foto: Getty Images)

Nur in seinen ersten beiden Saisons scorte er schwächer (Foto: Getty Images)

Perfekt passen würde Smith zu den New York Knicks. Weder auf der Drei noch auf der Vier beheimatet, nichts Halbes und nichts Ganzes also – ist doch perfekt für NY. Das Anforderungsprofil für Verstärkungen beinhaltet bei den Knicks kaum Zeilen, dort nehmen sie alles und jeden. 39,1 Prozent Trefferquote aus dem Feld? Kein Thema! Dieser Wechsel wäre durchaus ironisch einzuordnen …

Oder bahnt sich der nächste Master-Trade der Dallas Mavericks an und die Texaner holen sich nach Rajon Rondo auch noch Josh Smith? „J-Smoove“ ist mit Rondo gut befreundet und weiß um die Möglichkeiten in Dallas – seit Rondos Ankunft ist das Team ein ernstzunehmender Titelkandidat. Aber sinnvoll wäre der Wechsel dennoch nicht: Smith will spielen und starten. Gegen Dirk kann er sich allerdings nicht durchsetzen und Chandler Parsons zu verdängen ist ebenfalls unmöglich. Smith würde also meckern, die Teamchemie verderben, kein Master-Trade …

Und was wird Josh Smith wollen? Aufgrund seiner Freundschaft zu Dwight Howard und der bisher starken Saison der Texaner, wird er wohl zu den Rockets gehen wollen … dabei wäre Miami die einzig sinnvolle Adresse!