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BASKET

DS17 wollte nicht nach L.A. und träumt von Olympia

Dennis Schröder lehnte im letzten Jahr offenbar mehrere Trade-Angebote ab und blieb in Oklahoma. Es folgte eine durchaus ansehnliche Spielzeit der City Thunder. Der Deutsche spielte dabei die wohl beste Saison seiner NBA-Karriere. Schröder gab an, dass wohl auch beide Teams aus Los Angeles Interesse gehabt haben sollen.
Dennis Schröder OKC

Dennis Schröder bildete in der vergangenen Saison mit Chris Paul und mit Shai Gilgeous-Alexander einen starken Backcourt bei OKC.
Foto: gettyimages

„Ich wollte nie zu den Lakers, zu den Clippers oder zu den ganzen Namen, die meinen Agenten angerufen haben“, bestätigte Schröder in der aktuellen Folge des MagentaSport Podcasts „Abteilung Basketball“. Im Gespräch mit Michael Körner sagte DS17, dass er sich in Oklahoma wohl fühlt und einen guten Draht zu GM Sam Presti hat. Kurz vor der Trade-Deadline im Februar rankten sich auch um Chris Paul und Danilo Gallinari Trade-Gerüchte. Das Frontoffice der City Thunder entschied sich jedoch dazu, dass Team zusammen zu halten. OKC beendete die Saison als Fünfter im Westen und verlor in der ersten Playoffrunde nur knapp gegen die Houston Rockets in Game 7.

Dennis Schröder steuerte in der regulären Saison 18,9 Punkte, 3,6 Rebounds und 4 Assists pro Spiel bei und wurde als potenzieller „Sixth Man of the Year“ gehandelt. Auch in dieser Offseason kursieren erneut Gerüchte über einen Wechsel des Point Guards, der 2021 Free Agent wird. Mit seiner Leistung in der vergangenen Saison soll er „großes Interesse“ bei einigen Contendern ausgelöst haben, berichtete ESPN. „Ich habe ein gutes Jahr gespielt und wir schauen mal, was die nächsten Steps sind“, äußerte sich der Deutsche über seine nahe Zukunft.

Der olympische Traum

Die NBA hat in Absprache mit der Spielergewerkschaft den Saisonstart auf den 22. Dezember datiert und plant mit einem Spielplan von 72 Spielen ein Saisonende Anfang Juli. So möchte die Liga eine Überschneidung mit den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli – 8. August) vermeiden. Das spielt auch Schröder in die Karten! Für den Point Guard hat olympisches Gold gegenüber der NBA-Meisterschaft die höhere Priorität: „Es gibt keine größere Trophäe oder größeres Turnier als Olympia. Da würde ich mich schon für Olympia entscheiden.“ Die deutsche Nationalmannschaft hat trotz der WM-Pleite im letzten Jahr Chancen auf eine Teilnahme bei den anstehenden Spielen. Dafür müssen Theis, Kleber und Co. das Qualifikationsturnier in Kroatien Ende Juni 2021 gewinnen.

Schröders bisher erfolgreichster Auftritt im Nationaldress war die Europameisterschaft 2017. Der Point Guard führte die deutsche Mannschaft bis ins Viertelfinale und war mit 23,7 Punkten und 5,6 Assists Topscorer.

Supporter in der BBL

Gebürtig kommt Schröder aus Braunschweig und spielte dort, bis er 2013 von den Atlanta Hawks gedraftet wurde. Trotz seiner Erfolge auf der größten Basketball-Bühne der Welt bleibt der Blick auf die Heimat. Im Juli entschied sich DS17 dazu, als Alleingesellschafter bei den Löwen einzusteigen. „Ich hab zwar übernommen […], aber am besten macht man das zusammen. […] Wir wollen Standort Nr. 1 werden“, teilte Schröder seine Vision im Podcast. „Ich glaube in Braunschweig […] ist sehr viel Potenzial drin, etwas Großes zu schaffen, wenn die Region dahinter steht und alle an einem Strang ziehen!“

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