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BASKET

Simmons for Three?

Egal wie viele reguläre Saison-Spiele wir dieses Jahr noch haben werden – Die Saison der Philadelphia 76ers lief nicht wie in Philly erhofft. Nach dem brutalen Playoff-Aus gegen die Raptors erwartete man von dem Team um die jungen Superstars Ben Simmons und Joel Embiid einen Schritt in Richtung Titelfavorit. Die enttäuschenden Leistungen führen zu Ursachenforschung. Die Abneigung von Simmons, Würfe von der Dreier-Linie zu nehmen, kommt dabei besonders oft auf den Tisch. Damit könnte es laut dem All-Star bald Geschichte sein.

Ben Simmons

Bisher nimmt Ben Simmons nur im Training regelmäßig Dreier – Das könnte sich aber schon bald ändern. (Foto: Getty Images)

 

ESPN´s Jackie MacMullan widmete dem Australier ein ausführliches Feature, in dem sie unter anderem auf den Elefanten eingeht, welcher Ben Simmons in jedem Raum begleitet, den er betritt. Nach quasi drei Spielzeiten nahm der Point Guard 23 Dreier – gerade einmal zwei davon konnte er versenken. Für Fans und Experten ist der fehlende Dreipunkte-Wurf der Schlüssel zum Erfolg der 76ers. Wenn Simmons zusammen mit Joel Embiid auf dem Feld steht, fehlt das so wichtige Spacing , welches in der modernen NBA oftmals als so wichtig wie die Luft zu Atmen bezeichnet wird.

Das Team um Headcoach Brett Brown belegt in der derzeitig unterbrochenen Saison Platz sechs im Osten. Ein Schritt zurück nachdem man vorherige Saison eine Haarspalte von den Eastern-Conference-Finals entfernt war. Die Kritik, die auch an dem Trainer verübt wird, gibt dieser aber keinesfalls an seinen Spieler weiter. Statt seinen Superstar zum Dreier nehmen zu verdonnern, verlässt sich Brown darauf, dass der 23-jährige von selber anfängt sie zu nehmen, sobald er sich wohler fühlt. „Er ist so ein polarisierender Spieler, ein einzigartiger Athlet – Mit All-Star Qualitäten in einer großen Stadt. Da wirft man die Lupe auf seine Schwächen; dass er nicht wirft. Ich verstehe das. Ich persönlich glaube dass es überbewertet ist.“ sagt Brown zur Verteidigung seines Guards. Doch auch Brown weiß, dass seine Zukunft von Simmons Fähigkeit, Dreier zu versenken, abhängen könnte.

Trust the process?

Lange war unter „Trust the process“ der Neuaufbau in Philadelphia bekannt. Dieser ist durch das draften von Embiid und Simmons, sowie den Verpflichtungen von Tobias Harris und Josh Richardson, vorbei. Nun ist der Prozess, auf den man in Philly vertrauen muss, die Suche nach Vertrauen von Ben Simmons in seinen Wurf. Während der zweifache All-Star sehr hohes Vertrauen in seine Hook-Shots hat, sieht es bei Würfen von außerhalb der Zone noch anders aus. „Mit Dreier war es nie so. Ich muss mich auf sie fokussieren. Ich könnte jetzt einer dieser Spieler sein, der 30% (seiner Dreier) trifft. Ich wäre aber lieber jemand, der 40% trifft.“ Noch vor seiner Verletzung, welche ihn Ende Februar aus dem Spielgeschehen nahm, kündigte Simmons aber an, sich wohl genug zu fühlen, um im Spiel seinen Wurf öfter zu demonstrieren: „Ich denke ich will jetzt Dreier nehmen. So sehr ich auch dagegen bin, dazu gezwungen zu werden, könnte es in den Playoffs passieren. Ich habe mich so sehr darauf vorbereitet – wenn ich es mache, wird es klappen.“

Ob wir diese Saison noch eine Demonstration davon sehen werden, steht noch in den Sternen. Spätestens kommende Saison werden Fans, Experten und Mitspieler aber einen Fortschritt sehen wollen. Dann könnte man in Philadelphia einen Titelfavoriten spielen sehen.

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