BASKET

Bucks feuern Kidd!

Schock im Norden! Die Milwaukee Bucks haben die Reißleine gezogen und Headcoach Jason Kidd mit sofortiger Wirkung von seinen Pflichten entbunden. Schon heute Nacht beim Spiel gegen die Phoenix Suns nahm der 44-Jährige nicht mehr auf dem Sitz des Coaches platz. Für ihn übernahm vorerst Interimscoach Joe Prunty.

Nach einer eher enttäuschenden ersten Saisonhälfte (23 Siege : 22 Niederlagen) sah Jon Horst, General Manager der Bucks, keine andere Lösung als Kidd freizustellen: „Wir brauchen jetzt frischen Wind und neue Führungsqualitäten in unseren Reihen, damit unser sehr talentiertes Team das nächste Level erreichen und in Zukunft um Championships mitspielen kann. Für alles was Jason für die Franchise getan hat sind wir natürlich unglaublich dankbar. Wir wünschen ihm nur das Beste.“

Seit Sommer 2014 war Jason Kidd in Milwaukee im Amt. Damals eisten ihn die Verantwortlichen der Bucks für zwei Zweitrundenpicks von seiner ersten Coaching-Station bei den Brooklyn Nets los – mit Erfolg. Bereits in seiner ersten Spielzeit führte er die Bucks in die Postseason, die aber schon in der ersten Runde gegen die Chicago Bulls (2:4) ein jähes Ende fand. Auch die Playoffs 2017 waren für Giannis Antetokounmpo und Co. nach Runde eins vorbei (2:4 gegen Toronto).

Jason Kidd ist nach Earl Watson (Suns) und David Fizdale (Grizzlies) der dritte Headcoach, der gefeuert wurde. (Foto: Getty Images)

Seinen Job in Milwaukee beendet Kidd mit einem 139:152-Record (47,7 % Siegquote) – zu wenig für die hohen Ambitionen der mit Talent gespickten Franchise. Doch der ehemalige Point Guard erfuhr nicht etwa von GM Horst, dass er seinen Job los ist. Wie Kidd es ESPN mitteilte, rief Antetokounmpo ihn an: „Giannis war am anderen Ende und sagte ‚Coach, sie werden dich feuern. Das ist nicht richtig. Wie kann ich dir helfen deinen Job zu behalten? Ich rufe die Owner oder meinen Agenten an!‘. Ich habe ihm gesagt, dass er nichts dagegen machen kann und ihm für seine Loyalität gedankt.“

Das erste Spiel ohne Kidd als Headcoach konnten die Bucks erfolgreich gestalten. Ohne den „Greek Freak“ im Roster gewannen die Bucks mit 109:105 gegen die Suns aus Phoenix. Khris Middleton war mit 35 Punkten Top-Scorer der Partie, dicht gefolgt von Malcolm Brogdon (32 Zähler). Bester Werfer der Gäste war T.J. Warren mit 23 Punkten.

Robert Lambrecht

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