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BASKET

NBA Finals 2017 „Head-to-head“

Heute Nacht um 3:00 Uhr deutscher Zeit geht es endlich los! Die Golden State Warriors treffen das dritte Mal hintereinander auf die Cleveland Cavaliers in den NBA-Finals. Für beide Teams sind das sehr wichtige Finals. Nach einem Sieg der „Dubs“ (2015) und einem der Cavs (2016) muss nun geklärt werden, welches Team tatsächlich das bessere ist.

Die Golden State Warriors stehen nach der Akquisition von Kevin Durant und dem bitteren Einbruch nach 3:1-Führung im letzten Jahr enormen unter Druck. Aber auch LeBron James könnte sich eine weitere Finals-Niederlage im Hinblick auf seine „Legacy“ nicht erlauben. Zumindest nicht, wenn es sein Anspruch ist, der beste Spieler aller Zeiten zu werden.

Dieses Jahr haben wir das Glück, dass beide Teams in Idealbesetzung auflaufen werden. In den vergangenen Jahren musste jeweils ein Team auf wichtige Spieler verzichten. 2015 fehlten Kyrie Irving und Kevin Love bei den Cavs. 2016 fehlte Andrew Bogut bei den Dubs, und Stephen Curry war aufgrund einer Knieverletzung, die er sich in der ersten Runde gegen die Houston Rockets zuzog, auch nicht bei 100%.

Wir haben jedes einzelne Matchup „Head-to-Head“ für euch unter die Lupe genommen:

Beginnen wir mit den beiden Point Guards. Diese Position ist auf beiden Seiten stark besetzt. Auf der einen Seite der (noch) amtierende zweimalige „Most Valuable Player“ Stephen Curry, der womöglich beste Shooter aller Zeiten. Auf der anderen Seite „Mr.Clutch“, Kyrie Irving, der in den letzten Finals mit starken Leistungen und dem entscheidenden Wurf in Spiel sieben überzeugen konnte. Beide sind exzellente „Ballhandler“ und scoren lieber selbst als ihre Mitspieler in Szene zu setzen.

Auf Shooting Guard haben wir mit Klay Thompson und J.R. Smith das womöglich unausgeglichenste Matchup der Serie. Thompson ist an beiden Enden des Feldes der bessere Spieler, doch in letzter Zeit befindet sich der „Splash Brother“ in einer Schwächephase. 14,4 Punkte pro Spiel in den Playoffs konnte er bereits als Sophomore überbieten. Besonders aus dem Zweierbereich findet Klay zurzeit keinen Rhythmus (39,6%). Auch J.R Smith spiel offensiv schwache Playoffs (6.6 PPS). Defensiv jedoch, konnte er in letzter Zeit mehr Verantwortung übernehmen. Im Eastern Conference Halbfinale verteidigte er zuletzt DeMar DeRozan, einen der besten Scorer der Liga, und hielt ihn weit unter seinem Saisonschnitt (20.8 PPS). Wenn J.R. diesen Trend fortsetzt und Klay weiterhin Probleme mit seinem Wurf hat, ist dieses Matchup gar nicht so unausgeglichen, wie es auf den ersten Blick scheint.

Auf der Position der Small Forwards werden wir Kevin Durant gegen LeBron James sehen. Die beiden haben bereits in den NBA-Finals 2012 gegeneinander gespielt. Damals konnte LeBron die Serie mit 4:1 für sich entscheiden. Kevin Durant sehnt sich jetzt nach der Revanche. Die beiden besten Small Forwards der Liga werden sich den Kampf des Jahrzehnts liefern. LeBrons Stärke liegt im Playmaking. Er weiß, wie er seine Mitspieler perfekt in Szene setzt und verfügt über einen einzigartigen Basketball-IQ. Kevin Durant jedoch ist ein hocheffizienter Scorer, der auch auf der defensive Seite enorme Fortschritte gemacht hat. Der entscheidene Unterschied in diesem Matchup ist, dass LeBron sich nicht mehr in der Defensive ausruhen kann, so wie er es in den vergangenen Jahren getan hat. Er muss jetzt KD anstelle von Harrison Barnes verteidigen. Denn sonst gibt es keinen Spieler in den Reihen der Cavs, der diese Rolle übernehmen kann. Das wird ihn auch offensiv limitieren.

Kevin Love gegen Draymond Green könnte das entscheidende „Match-Up“ der diesjährigen NBA-Finals werden (Foto: Getty Images).

Auf der Position des Power Forwards haben wir das wahrscheinlich wichtigste Matchup der Serie. Kevin Love gegen Draymond Green. K-Love ist ein ausgezeichneter Rebounder (10,4 REB in diesen Playoffs) und auch im Scoring konnt er zuletzt gegen die Celtics mit 22,6 Punkten pro Spiel überzeugen. In der Defense hat er allerdings seine Probleme. Draymond Green ist zwar nur die vierte Scoring-Option, aber auch ein versierter Playmaker und elitärer Defender. Green ist in unseren Augen auch ein möglicher Kandidat für den Finals-MVP. In den vergangenen Jahren gelang es Green, Love vollständig auszuschalten. Love hat diese Fähigkeiten nicht. Entscheidend wird sein, wie viel Einfluss Kevin Love offensiv nehmen kann. Trifft er seinen Dreier (bisher 47,5% in den Playoffs), muss Green ihn dort verteidigen und kann die Dinge, die ihn defensiv stark machen nicht mehr tun: zum Beispiel Help-Defense oder Würfe entweder blocken oder stealen.

Die Center-Position ist auf beiden Seiten verhältnismäßig schwach besetzt. Tristan Thompson trifft hier auf Zaza Pachulia oder JaVale McGee. „TT“ ist ein unglaublicher Offensiv-Rebounder, der den Warriors insbesondere bei ihrem „Lineup of Death“ (Smallball) Probleme bereiten kann. Mit 0,8 Blocks pro Spiel in der Postseason stellt er allerdings nicht den „Rim-Protector“ da, den die Cavaliers neben Kevin Love bräuchten. Pachulia und McGee teilen sich die Minuten auf der Center-Position. Beide verfügen offensiv über nicht besonders viele Skills. Pachulia stellt allerdings wichtige Blöcke, die die Schützen des Teams nutzen können, um sich freizulaufen und freie Würfe zu erhalten. McGee ist außerdem immer für einen Alley-Oop Dunk oder geblockten Wurf gut.

Das war unser NBA Finals Head-to-Head in schriftlicher Form. Als Video gibt es das Ganze auch auf unserer Facebook-Seite.

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