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Dirk: Hymnen-Debatte fordert Aktion

Im August 2016 kam es vor einem Trainingsspiel des NFL-Team San Francisco 49ers zu einem Eklat, als Quarterback Colin Kaepernick sich für die Nationalhymne nicht erhob. Mit seiner Weigerung wollte er gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in Amerika protestieren.“Ich stehe nicht auf, um Stolz auf eine Flagge für ein Land zu zeigen, das schwarze und farbige Menschen unterdrückt, für mich ist das wichtiger als Football, und es wäre selbstsüchtig von mir, wegzusehen. Da liegen Leichen in den Straßen, und Menschen bekommen bezahlten Urlaub und kommen mit Mord davon“, sagte der NFL-Star damals.

Nach dieser Aktion empörte sich das patriotische Amerika. Viele Fans des Quarterbacks verbrannten gar ihre Trikots und bezeichneten Kaepernick als Vaterlandsverräter. Anderseits gab es – nicht nur von der „Black Community – großen Zuspruch. Viele NBA-Spieler solidarisierten sich bereits mit dem Prostest. Für die anstehende Saison werden daher ähnliche Prostestaktionen erwartet.

Dirk Nowitzki will, dass die Mannschaft in der Debatte um einen Hymnen-Protest an einem Strang zieht (Foto: Getty Images).

Dirk Nowitzki will, dass die Mannschaft in der Debatte um einen möglichen Hymnen-Protest an einem Strang zieht (Foto: Getty Images).

Dirk Nowitzki schaltet sich nun in die Debatte um den Hymnen-Protest ein. Er freue sich über die Diskussion und erwägt eine eigene Aktion mit den Mavs. „In diesem Land hat jeder die Freiheit, seine Meinung zu äußern. Deshalb lieben wir dieses Land“, sagte die deutsche NBA-Legende beim Auftakt der Saisonvorbereitung mit den Dallas Mavericks. „Wir werden uns als Team treffen und schauen, was wir machen wollen oder wie wir dazu beitragen können, um diese Welt zu einem besseren Platz zu machen“, sagte Nowitzki. Wenn man sich zu einer Aktion entschließe, müsse jedoch das ganze Team involviert sein.

Die gesamte Franchise zieht in dieser Frage an einem Strang: „Wir werden die Jungs zu hundert Prozent unterstützen, was auch immer sie entscheiden“, sagte Coach Rick Carlisle, und fügte seine persönliche Ansicht hinzu: „Ich denke, dass unser Recht auf Protest eine Menge Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit eines Wandels erzeugen kann.“ Es sei eine Zeit, in der die Menschen miteinander reden müssten. Deshalb sei es, so Carlisle, „wichtig, dass Mark Cuban hier war und mit der Mannschaft geredet hat und ihr versichert hat, sie zu unterstützen. Es klingt so, als könnten sich die Zuschauer zum Saison-Auftakt auf eine Aktion der Dallas Mavericks einstellen.

 

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