BASKET

Irrer OT-Thriller in Houston

NBA Playoffs 2014 – Day 2 RECAP: Die Blazers und Wizards stehlen den Heimvorteil, während Miami und San Antonio mit Mühe ihr Auftaktspiel gewinnen. Alle Spiele im Überblick:

WESTERN CONFERENCE: 

#4 Houston Rockets vs. #5 Portland Trail Blazers (Serie: 0:1)

Game 1: 120:122 nach Verlängerung

Matchwinner:

 Aldridge/Lillard: LaMarcus Aldridge erzielte 46 Punkte und 18 Rebounds – zuvor hatte noch nie ein Blazer in einem K.o.-Spiel ein 30/15-Spiel abliefern können. Zusammen mit Playmaker Damian Lillard (31 Punkte, fünf davon in der Overtime) kam das Tandem auf 77 Zähler. Damit gelang dem kongenialen Duo historisches:  zuletzt hatten Michael Jordan und Scottie Pippen im Jahr 1992 als Teamkollegen ein 45-Punkte- und 30-Punkte-Spiel geschafft. Respekt!

Hot and Cold: 

– Hot: Offense, Offense, Offense: Sagenhafte 242 Zähler zauberten die beiden Offensiv-Powerhouses der Liga aufs Parkett. Diese Serie verspricht ein ganz großes Punkte-Festival zu werden.

– Cold: „Hack a Howard“: Als die Trailblazers im vierten Viertel den Anschluss verloren, schickten sie den Center der Rockets an die Linie und dieser lieferte im negativen Sinne ab, verfehlte vier Freebies. Insgesamt ließ D12 acht Zähler (9-17) an der Linie liegen und verspielte damit den Sieg.

Sonstiges:

Foultrouble: Trotz Offensivfeuerwerk, packten die Akteure ordentlich zu. Insgesamt 65 Fouls, aus denen 79 Freiwürfe resultierten, sprechen eine deutliche Sprache. LaMarcus Aldridge, Robin Lopez, Patrick Beverley und Dwight Howard foulten sich allesamt aus.  

– MRT bei Beverley: Der Point Guard der Rockets zog sich eine Verletzung an seinem bereits operierten Knie (Meniskus) zu. Die Rockets werden eine MRT-Untersuchung abwarten müssen.

Zitate des Abends:

Kevin McHale (Headcoach, Rockets): .“Wir konnten Aldridge schon die gesamte Saison über nicht stoppen.“

Damian Lillard: „Ich habe gehört, dass Tim Duncan über 200 Playoffspiele auf dem Buckel hat. Nun, dies war mein erstes und ich bin froh es gewonnen zu haben.“

Portland Trail Blazers v Houston Rockets - Game One

Unstoppable: LaMarcus Aldridge schenkte den Rockets 46 Zähler ein!

 

#1 San Antonio Spurs vs. #8 Dallas Mavericks (Serie: 1:0)

Game 1: 90:85

MVP:

– Tim Duncan: Mit 27 Zählern Topscorer und stets präsent. Selbst eine Knieblessur (Zusammenstoß im dritten Viertel mit Monta Ellis) konnte “The Big Fundamental” nicht stoppen.

Tragischer Held:

 Devin Harris: Nachdem es im ersten Viertel so aussah, als würde Tony Parker die Mavericks nach allen Regeln der Kunst vernaschen, konterte der Back-Up Playmaker der Mavs mit seiner eigenen Show. Harris brillierte in der Offensive, suchte seinen eigenen Abschluss oder spielte das Pick-and-Roll in Perfektion. Mit 19 Zählern und fünf Assists erinnerte der 31-Jährige an den Wirbelwind aus der epischen Playoffserie 2006, als sein Stern im Duell gegen Tony Parker einst aufging. Am Ende reichte seine überraschende Leistungsexplosion aber nicht, um die Mavs zum Sieg zu führen.

Hot and Cold: 

– Hot: Dallas Bank: Satte 46 Punkte brachte die zweite Garde der Mavericks zu Stande. Im Duell gegen die sonst beste Bank der Liga (am heutigen Abend nur 23 Zähler) ein überraschender Punktsieg.

– Cold: Danny Green (Spurs): Der Shooter der Spurs war über weite Strecken des Spiels gar nicht zu sehen. Am Ende blieb er ohne Punkt bei mickrigen zwei Wurfversuchen. Die Spurs, sonst das treffsicherste Team von Downtown beraubten sich nicht zuletzt wegen eines unsichtbaren Greens einer ihrer großen Stärken.

– Dirk Nowitzki (Mavs): Der Superstar der Mavs erwischte leider einen schwarzen Abend. Mit elf Zählern (4-14 aus dem Feld) blieb der Würzburger unter seinen Möglichkeiten. Besonders bitter: Als es drauf ankam, die Spurs in der Crunchtime ins Laufen kamen, verfehlte Dirk gleich mehrfach für seine Verhältnisse leichte Würfe.

Sonstiges:

– Same old Story: 7:22 Minuten vor Ende der Partie führten die Mavs mit 81:71. Es folgte ein 15:0-Run der Spurs, während Dallas über fünf Minuten ohne Punkt blieb. Damit verzockten die Mavericks mal wieder eine zweistellige Führung

– Durststrecke hält an: Die Dallas Mavericks haben nun die letzten zehn Spiele gegen die San Antonio Spurs verloren.

Ausblick:

– Bittere Pille für die Mavs – ganz nah an der Sensation geschnuppert, fehlte ihnen am Ende ein Closer. Vince Carter konnte diese Rolle abermals nicht ausfüllen, traf wie die gesamte Mavs-Offensive in der Crunchtime schwache Entscheidungen. Die Spurs blieben ihrem Spielplan treu und waren dadurch am Ende abgezockter. Das Momentum könnte nach diesem Spielverlauf nicht deutlicher auf der Seite des Vizemeisters liegen.

 

EASTERN CONFERENCE: 

#4 Chicago Bulls vs. #5 Washington Wizards (Serie: 0:1)

Game 1: 93:102

MVP:

– Nene/Gortat: Die beiden Big-Man dominierten mit ihrer intensiven Spielweise das Duell unter den Brettern und das mag im Duell gegen Defensivmonster Joakim Noah schon etwas heißen. Der Brasilianer Hilario Nene kam dabei auf 24 Punkte und acht Rebounds, der Pole Marcin Gortat auf 15 Zähler und 13 Boards.

Hot and Cold: 

– Hot: Die Starter beider Teams scorten zweistellig und verdeutlichten damit, was diese beiden Teams auszeichnet: Vielseitigkeit und Teamplay.

– Hot: Die Refs bewiesen in einer der bisher härtesten geführten Playoffspiele ein gutes Feingespür, ließen die Wrestling-ähnlichen Duelle zwischen Noah und Nene unter dem Motto „Playoff-Härte“ laufen. Das ist Playoff-Basketball, wie wir ihn uns wünschen.

Washington Wizards v Chicago Bulls - Game One

Zwischen Nene und Noah ging es richtig zur Sache.

– Cold: Die Bulls von Downtown: Nur fünf der 20 Dreierversuche fanden ihr Ziel. Besonders in der zweiten Halbzeit, als die Defense der Wizards anzog, fehlte es den Bullen an Alternativen.

Zitat des Abends:

– Joakim Noah: „Wir lagen mit 13 Punkten vorn, haben uns dann zurückgelehnt und sie sind zurückgekommen. Wir haben uns in der Phase viel zu viele dumme Ballverluste geleistet. Wir müssen unsere Lehren aus dem Spiel ziehen. Wir spielen hier Schach und nicht Dame.“

 

#2 Miami Heat vs. #7 Charlotte Bobcats (Serie: 1:0)

Game 1: 99:88

X-Faktor:

– James Jones, weil ihn keiner auf der Rechnung hatte. Der Shooter kam in der regulären Saison nur 20 Mal zum Einsatz, empfahl sich am gestrigen Abend mit zwölf Punkten in 14 Minuten für weitere Aufgaben.

Hot and Cold: 

– Hot: Kemba Walker (Bobcats): Der Point Guard der Bobcats liebt einfach die große Bühne. In seinem ersten Playoffspiel überhaupt spielte er frech auf und belohnte sich für seinen Mut mit 20 Punkten. Sechs Ballverluste und eine ausbaufähige Wurfquote (6-15) gingen damit allerdings einher.

– Cold: Die Defense gegen den King: Es wäre vermessen von Michael Kidd-Gilchrist oder Chris Douglas-Roberts zu erwarten, dass sie LeBron James stoppen können. Niemand kann das im Eins-gegen-eins. Doch die beiden Rotluchse nahmen in der Defensive gegen den Star der Heat bestenfalls Statisten-Rollen ein. Hier muss Coach Clifford ein Rezept finden, was James zumindest mehr fordert.

Sonstiges:

– 17-0: So lautet die Bilanz der Big-Three seit 2010 gegen die Charlotte Bobcats. Die Rotluchse könnten sicherlich mit mehr Selbstvertrauen in die nächsten Spiele gehen.

– Bangen um „BigAl“: Der Go-to-Guy der Bobcats zog sich nach einem starken Start eine Fußverletzung zu und war daraufhin nicht wieder zu erkennen. Nach der Partie versicherte er jedoch, dass er für die nächsten Spiele einsatzfähig sei.

Ausblick:

– Trotz Charlottes frechen Auftritt, hat das erste Spiel nicht viel Hoffnung gegeben, dass die Cats ihr erstes Spiel in der Big-Three Ära gegen Miami gewinnen können. Zu deutlich sind die physischen Unterschiede…

 

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