BASKET

Nowitzki:„Ich würde gerne weitermachen“

Schon seit Dirk Nowitzkis Ankunft in der NBA begleitet BASKET-Reporter Dean Walle den Werdegang des Würzburgers in den USA aus nächster Nähe. Das exklusive Gespräch hier könnte aber schon fast das letzte der Karriere sein. Je nachdem, was Dirk so antwortet …

Vor über 19 Jahren, als Dirk Nowitzki bereits gedraftet war, aber wegen des Lockouts noch nicht sein erstes Spiel für die Dallas Mavericks machen konnte, war ich als BASKET-Volontär für ein Fotoshooting der BASKET mit dem damals 20-jährigen Dirk in der Sporthalle in Würzburg. Ich durfte gegen Dirk verteidigen und hatte natürlich keine Chance gegen den langen Blonden. Trotzdem habe ich bis heute nicht vergessen, wie viel Spaß wir bei dem Shooting hatten. Ein sympathischer Junge, der Basketball liebt, habe ich mir damals gedacht, hoffentlich kann er sich in der NBA halten. Wer hätte damals ahnen können, dass Dirk mal so eine beeindruckende NBA-Karriere hinlegen würde? Dabei ist er bis heute immer bodenständig und bescheiden geblieben. Ein fantastischer Typ. Eine lebende Legende. Hall-of-Famer. Mich hat es wirklich gefreut, dass ich Dirk nach all den Jahren noch mal für die BASKET interviewen durfte. Ich habe Dirk in meiner Funktion als Journalist ja schon oft getroffen, aber dieses Mal hatte ich vor unserem Treffen die Befürchtung, dass es vielleicht das letzte Mal sein könnte. Aber war es das? Nach einem kurzen „Bro Hug“ fanden wir uns Courtside im Staples Center von Los Angeles wieder, am Ende eines morgendlichen Shootarounds der Dallas Mave­ricks. Dirks Mentor Holger Geschwindner hockte wie so oft nur wenige Reihen entfernt auf der Tribüne. Natürlich hatte ich ein Foto vom damaligen Shooting dabei und hielt es Dirk gleich unter die Nase.

Dirk

Dirk Nowitzki hat vor kurzem de 31.000-Punkte-Marke durchbrochen und steht in der „All-Time-Scoring“-Liste auf Platz sechs (Foto: Getty Images).

Hi Dirk, kleiner Flashback gefällig?
Oh, mein Gott! Daran kann ich mich sogar noch erinnern.

Das ist von 1999, lang ist’s her. Was hast du noch für Erinnerungen aus der Zeit?
(lacht) Vom Fotoshooting?

Nein, ich dachte eigentlich eher an dein erstes Jahr in der NBA …
Na ja, ich war ja gerade erst gedraftet. Das war eine­ schwere Zeit damals, die Umstellung vom deutschen Sport auf NBA-Basketball. Der Basketball in der NBA ist viel schneller, viel athletischer und viel physischer. Das war ein riesiger Schritt für mich, und gerade das erste Jahr war verdammt hart. Hinzu kam, dass es die Streiksaison war. Da lief es für mich nicht so toll. Im Endeffekt bin ich aber froh, dass ich irgendwie durch das erste Jahr gekommen bin und mich da durchgekämpft habe, dass ich viel gelernt habe und dass ich Leute hatte wie Steve Nash, wie Michael ­Finley, die mir gezeigt haben, wie man arbeiten muss und wie man sich verhält, auf und neben dem Court. Und ich hatte in Donnie Nelson damals einen tollen Coach, der mir extrem viel Selbstvertrauen gegeben hat. Denn damals gab es nicht viele Seven-Footer, die den Ball nach vorne gedribbelt und Dreier geschmissen haben­.

Wie siehst du denn die Entwicklung von Maxi Kleber in deinem eigenen Team?
Ich freue mich wahnsinnig für ihn, wie er sich entwickelt hat. Ich hatte­ ihn ja vorher nie wirklich spielen sehen. Er ist ein guter Verteidiger und hat sich echt durchgebissen. Am Anfang hat er ja fast überhaupt nicht gespielt. Er war aber einfach immer da, ist immer drangeblieben. Er hat einfach immer weiter an sich gearbeitet, nicht aufgegeben und hat sich immer weiter bis ins Starting-Line-up reingearbeitet.

Hast du denn noch richtig Freude am Basketball, mit den Jungs im Locker-Room zu sein und jeden Tag deine Knochen hinzuhalten?
Natürlich nimmt es einem schon viel vom Spaß, wenn man so oft verliert. Aber ich versuche, alles­ so weit wie möglich zu genießen. Ich glaube­ schon, dass ich das vermissen werde. Die Kameradschaft in der Umkleide, im Bus, on the road, auswärts – das wird mir auf jeden Fall fehlen. Die Zeit mit dem Team ist weiterhin ein Riesenspaß für mich. Spiele sind ein Riesenspaß für mich, wenn es losgeht, die Fans da sind und das Haus voll ist. Die Vorbereitung morgens ist manchmal etwas nervig. Dann muss ich zurück ins Hotel, mich ein bisschen stretchen und mich leicht massieren lassen, damit es abends einigermaßen läuft. Das fällt mir ab und zu ein wenig schwer. Aber alles andere macht noch unglaublich viel Spaß – außer eben das Verlieren.

Das hört sich ja schon sehr nach Abschied an. Du bist doch einer, der immer da ist. Du kannst doch nicht auf einmal weg sein. Wie siehst du das denn?
Ja, ich weiß auch noch nicht. Ich habe meine Zukunft noch offen gelassen, würde aber schon nächste Saison gerne noch mal zurückkommen.

Wovon hängt das denn ab?
Ich werde…

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