BASKET

Mirotic wird ein Pelican!

Ein monatelanger Poker ging heute Nacht endlich zu Ende. Die Chicago Bulls haben ihren serbischen Power Forward Nikola Mirotic zu den New Orleans Pelicans getradet.

Seit heute Nacht ist der Deal fix. Nikola Mirotic, der sich unmittelbar vor Saisonauftakt mit seinem Mitspieler Bobby Portis geprügelt hat und darauf einen Trade forderte, hat ein neues Team gefunden. Ab sofort wird er Teil der New Orleans Pelicans sein, die nach der Verletzung von Big-Man-Star DeMarcus Cousins auf den großen Positionen nachrüsten wollten.

Im Gegenzug erhalten die Chicago Bulls einen Top 5 geschützten Erstrundenpick für 2018, Jameer Nelson, Tony Allen und mit Omer Asik einen alten Bekannten, der bereits von 2010 bis 2012 ein Teil der Bulls war. Verschiedene Quellen besagen, dass die Bulls jedoch planen Tony Allen sofort zu waiven, der damit sofort Free Agent werden würde. Jameer Nelson und Asik werden aller Voraussicht nach zunächst Teil der Bulls bleiben. Bedingung des Deals ist auch, dass die Pelicans Mirotic‘ Option für die nächste Saison sicher ziehen werden.

Nikola Mirotic legt diese Saison in nahezu allen Statistiken Career-Highs auf. (Foto: Getty Images)

Neben Mirotic wird auch ein 2018er Zweitrundenpick seinen Weg nach „Nawlins“ antreten. Auch verabschieden muss sich Quincy Pondexter, der, um Kaderplätze freizumachen, genau wie Tony Allen gewaived wird. Wenn die Bulls da mal nicht schon am nächsten Trade schrauben.

Mirotic ist für die Pelicans eine wertvolle Ergänzung. Der Serbe hatte aus der Auseinandersetzung mit Bobby Portis einige Verletzungen davongetragen und musste so die ersten 23 Saisonspiele aussetzen. Danach führte er die Bulls quasi im Alleingang aus dem Tabellenkeller und legte starke 16,8 PPS und 6,4 REB bei einer 3er-Quote von 42,9 % auf.

Wie die Bulls haben auch die Pelicans bei den beiden Trades einige Plätze im Roster freigemacht. Greg Monroe, der erst kürzlich von den Phoenix Suns per Buyout entlassen wurde, steht bei der Franchise aus Louisiana hoch im Kurs. Dieser würde den „Pels“ neue Tiefe im Frontcourt verleihen.

Robert Lambrecht

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