BASKET

Noel bleibt bei den Mavs

Nerlens Noel bleibt mindestens eine weitere Saison bei den Dallas Mavericks. Nach intensiven Vertragsgesprächen unterschrieb der Center die Qualifying Offer der Mavs. Im Zuge der langwierigen Verhandlungen wechselte Noel sogar seinen Berater, mittlerweile wird er von LeBron-Agent Rich Paul betreut. Der neue Kontrakt des Big Man ist „nur“ mit 4,1 Millionen Dollar dotiert und gilt für die Saison 2017/18. In der kommenden Offseason 2018 wird Noel dann zum Unrestricted Free Agent.

Der 23-Jährige gilt als eines der größten Center-Talente der NBA. Im Februar diesen Jahres wurde er von den Philadelphia 76ers im Austausch gegen Justin Anderson, Andrew Bogut sowie zwei Picks nach Texas getradet. In durchschnittlich 22 Minuten legte er für die Mavericks bislang 8,5 Punkte und 6,8 Rebounds auf.

Nerlens Noel während eines NBA-Spiels mit den Dallas Mavericks.

Nerlens Noel bleibt den Mavericks vorerst erhalten.
Foto: getty images

Die Mavericks waren daraufhin bemüht, den Center mit einem langfristigen Vertrag auszustatten, die Gehaltsvorstellungen der beiden Parteien klafften jedoch weit auseinander. Das Front Office der Mavericks bot dem jungen Talent mit haitianischer Herkunft einen Vierjahresvertrag über 70 Millionen Dollar, Noel lehnte jedoch ab. Seine Mutter verriet nun amerikanischen Medien, dass er erst bei einem Jahressalär von 20 Millionen Dollar bereit gewesen wäre, einen langfristigen Kontrakt zu unterschreiben. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass sich Noel in der kommenden Offseason einer anderen Franchise anschließt. In der diesjährigen Sommerpause war allerdings wohl noch kein Team bereit, eine derartige Summe für den Center auszugeben. Noel steht also in der kommenden Saison unter Zugzwang, wenn er sich seinen ersten wirklich hoch dotierten Vertrag sichern möchte.

Der Fall Noel ist insofern ungewöhnlich, als dass seit 2002 lediglich 14 Spieler die Qualifying Offers am Ende ihrer Rookie-Verträge angenommen haben. Aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit geht Noel damit ein großes Risiko ein. Beispielsweise verpasste er seine komplette Rookie-Saison aufgrund eines Kreuzbandrisses. Sollte er sich erneut eine schwere Verletzung zuziehen, wäre wohl kein Team bereit, seine Gehaltsvorstellungen zu erfüllen. Wenn er aber konstant gute Leistungen abliefert, kann man davon ausgehen, dass ein Team mit genügend Cap-Space und Center-Bedarf wie beispielsweise die Magic oder die Nets, ihn unter Vertrag nimmt. Die Wahrscheinlichkeit, dass er bei Dallas bleibt, ist dagegen verschwindend gering: Lediglich einer der 14 Spieler, die in den vergangenen 15 Jahren ihre Qualifying Offers unterschrieben haben, blieb in der darauffolgenden Saison beim gleichen Team (Spencer Hawes/ 76ers).

 

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