BASKET

Silver strebt Expansion der NBA an

Commissioner Adam Silver will die Anzahl der NBA-Teams in Zukunft aufstocken. Aktuell spielen 30 Teams in der besten Basketball-Liga der Welt, jeweils zur Hälfte aufgeteilt auf die Eastern Conference und die Western Conference. Silver sagte in einem Interview des Player’s Tribune mit Trail-Blazers-Guard C.J. McCollum, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis man ernsthaft über eine Vergrößerung der Liga spreche. Der 55-Jährige ergänzte, dass er zwar momentan keinen genauen Zeitplan festlegen wolle, dennoch sei es „unvermeidlich, dass wir über Wachstum nachdenken.“

Adam Silver bei einer NBA-Pressekonferenz am Rednerpult.

Adam Silver will den immer noch anhaltenden Boom der NBA nutzen.
Foto: getty images

Das Wachstum der NBA scheint unaufhaltsam: Im vergangenen Jahr schloss die Liga einen TV-Vertrag ab, der den Franchises bis zum Jahr 2025 Einnahmen von 24 Milliarden Dollar garantiert. Die Einschaltquoten steigen nach wie vor, trotz des geringen Spannungsbogens der Finalserie 2017 zwischen den Golden State Warriors und den Cleveland Cavaliers (4:1) wurde die beste TV-Reichweite seit 1998 erreicht.

Insbesondere Seattle ist für den neuen Franchise-Standort ein aussichtsreicher Kandidat. Die „Smaragdstadt“ im Nordwesten der USA steht laut Silver auf einer Liste von Standorten, die von der NBA geprüft werden. Die „Key Arena“ wird als mögliche Heimspielstätte des neuen Teams zumindest schon einmal für etwa 564 Millionen Dollar renoviert. In Seattle hat Basketball eine große Tradition und Vergangenheit. Von 1967 bis zu ihrem Umzug nach Oklahoma City im Jahr 2008 spielten dort die SuperSonics, die eine NBA-Championship (1979) und insgesamt drei Conference-Titel (1978, 1979, 1996) gewinnen konnten. Beim letzten Conference-Titel war auch der deutsche Kult-Spieler Detlef Schrempf mit von der Partie. Der Umzug nach Oklahoma und das damit verbundene Ende des traditionsreichsten Standorts ist eines der meist diskutierten und streitbarsten Themen der jüngeren NBA-Geschichte.

Aus logistischen Gründen gilt es als wahrscheinlich, dass bei einer Aufstockung der Liga mindestens zwei neue Franchises aufgenommen werden. Neben Seattle sind auch Las Vegas, Louisville, Kansas-City und sogar Mexiko-City im Gespräch. Neue Eigentümer müssten an die NBA laut Expertenschätzungen eine Aufnahmegebühr von etwa einer Milliarde Dollar zahlen. Dies würde bei einer Expansion um zwei weitere Franchises Einnahmen von etwa 66 Millionen Dollar für die Besitzer der anderen Teams bedeuten.

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