Teamverantwortliche dürfen LeBron James persönlich per Sprachnachricht von einem Wechsel überzeugen. Schröder spricht über sein ehemaliges Team, die Oklahoma City Thunder. Der Kawhi-Leonard-Trade hängt am seidenen Faden. Alle News jetzt im Update.

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Steinbach brilliert, Anderson mit Problemen 

Die NBA Summer League nimmt weiter Fahrt auf. Beim 86:74-Erfolg der Charlotte Hornets gegen die Orlando Magic erhielten nun auch die beiden deutschen Hornets-Talente Hannes Steinbach und Christian Anderson Jr. ihre Chance.

Vor allem Steinbach wusste diese zu nutzen. Der Würzburger überzeugte in seinem ersten Summer-League-Einsatz mit 15 Punkten und elf Rebounds und hatte insbesondere in der entscheidenden Phase maßgeblichen Anteil am Erfolg seines Teams. „Er war an beiden Enden des Spielfelds ein wahres Monster“, lobte Assistant Coach Blaine Mueller.

Für seinen Teamkollegen Anderson verlief das Debüt hingegen weniger erfolgreich. Dem Point Guard gelangen lediglich zwei Treffer aus elf Feldwurfversuchen. Am Ende standen sechs Punkte und zwei Assists zu Buche.

Im Duell zwischen den Washington Wizards und den Utah Jazz (92:88) trafen mit AJ Dybantsa und Darryn Peterson die beiden Top-Picks des Jahrgangs aufeinander. Für Dybantsa war es zugleich das Debüt in der Summer League – und das hatte es in sich. Der 19-Jährige erzielte 27 Punkte und sieben Rebounds und stellte damit den Rekord von Blake Griffin für die meisten Punkte im Summer-League-Debüt eines Nummer-eins-Picks ein.

Auch Peterson zeigte mit 24 Punkten eine starke Leistung, musste sich mit den Jazz am Ende jedoch knapp geschlagen geben.

Kawhi-Trade auf der Kippe 

Ein möglicher Trade, der Kawhi Leonard zu den Toronto Raptors zurückführen würde, könnte doch noch scheitern. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wollen die Raptors zunächst die laufenden Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Salary-Cap-Skandal abwarten, in den Leonard verwickelt sein soll.

Dem 35-Jährigen wird vorgeworfen, über Werbeverträge mit dem Unternehmen Aspiration zusätzliche Einnahmen in Höhe von 28 Millionen Dollar erhalten zu haben, ohne die entsprechenden vertraglichen Leistungen erbracht zu haben. Nach Recherchen des Investigativjournalisten Pablo Torre sollen die Los Angeles Clippers dieses Konstrukt genutzt haben, um den Forward indirekt höher zu vergüten, ohne ihre Gehaltsliste entsprechend zu belasten.

Die NBA hat klargestellt, dass im Falle eines nachgewiesenen Regelverstoßes insbesondere die Toronto Raptors mögliche Konsequenzen eines Transfers tragen müssten. Als denkbare Sanktionen gelten unter anderem eine zeitlich begrenzte Sperre für Leonard oder sogar die Auflösung seines Vertrags.

Ob es letztlich zu einem Trade des Forwards kommt, ist derzeit weiterhin offen.

Ungewöhnliches Werben um LeBron James

Der Wettbewerb um die Verpflichtung von LeBron James nimmt ungewöhnliche Züge an. Wie NBA-Insider Shams Charania berichtet, dürfen Teamverantwortliche dem 41-Jährigen persönliche Sprachnachrichten senden, um ihn von einem Wechsel zu ihrer Franchise zu überzeugen.

Finanzielle Aspekte sollen dabei nur eine untergeordnete Rolle spielen. Nach Angaben seines Agenten Rich Paul sei Geld für James im letzten Abschnitt seiner Karriere nicht der entscheidende Faktor. Stattdessen wolle der Forward die Zukunftsvisionen der jeweiligen Franchises in Ruhe prüfen, bevor er eine Entscheidung trifft.

Als Interessenten gelten derzeit die Golden State Warriors, Cleveland Cavaliers, Miami Heat, Denver Nuggets, Philadelphia 76ers und Minnesota Timberwolves. Welche Franchise letztlich den Zuschlag erhält, bleibt abzuwarten.

Schröder kritisiert Ex-Team 

Dennis Schröder hat in einem Interview mit dem Streamer N3on Kritik an seinem ehemaligen Team, den Oklahoma City Thunder, geäußert. Auf die Frage, welche Mannschaft besonders häufig foult und besonders aggressiv verteidigt, antwortete der Weltmeister: „OKC. Das ganze Team.“ Zudem ergänzte er: „Es ist verrückt, dass sie viele Pfiffe nicht bekommen, obwohl sie die ganze Saison über so spielen.“ Mit dieser Aussage übte Schröder auch Kritik an der Linie der Schiedsrichter, die das Spiel der Thunder seiner Ansicht nach häufig großzügig bewerten.

Trotz seiner kritischen Worte betonte der Point Guard, dass sein Verhältnis zur Organisation weiterhin positiv sei. „Ich liebe OKC. Ich habe dort gespielt. Der beste General Manager der Welt“, sagte Schröder über Thunder-General-Manager Sam Presti.

Doch nicht die NBA: Bonga unterschreibt bei EuroLeague-Klub

Das Ringen um den deutschen Welt-und Europameister hat ein Ende. Isaac Bonga wechselt zu EuroLeague-Schwergewicht Panathinaikos Athen. Dort unterschreibt der 26-Jährige einen Dreijahresvertrag bis 2029. Medienberichten zufolge soll der Deal über 6,5 Millionen Euro wert sein. Zusätzlich soll Panathinaikos offenbar auch die vertraglich vereinbarte 700.000-Euro-Ausstiegsklausel übernehmen, die Bonga für seinen Abschied von Partizan Belgrad hinterlegen musste.

Sportlich bekommen die „Greens“ einen der besten Verteidiger Europas: In der vergangenen EuroLeague-Saison legte Bonga im Schnitt 10,0 Punkte, 5,6 Rebounds, 1,5 Assists und 0,9 Steals auf.

Eine zeitnahe Rückkehr in die NBA dürfte damit vorerst vom Tisch sein. In den vergangenen Monaten war Bonga immer wieder mit einem Comeback in Nordamerika in Verbindung gebracht worden. Besonders die Detroit Pistons galten dabei als aussichtsreicher Kandidat. Konkret wurde ein Wechsel am Ende jedoch nie.

Quellen: Basketball-World.News, nba.com, Yahoo Sports, Spox, Bleacher Report

Fotocredit: GettyImages

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