LaMelo Ball wird nach Minnesota getradet – und bei den Hornets könnten dadurch deutsche Talente profitieren. Lakers-Guard Austin Reaves unterschreibt einen Mega-Deal und Marina Mabrey schreibt WNBA-Geschichte. Alle News im Update.
Profitiert Anderson von Ball-Trade?
Christian Anderson Jr. könnte bei den Charlotte Hornets früher eine größere Rolle bekommen als zunächst erwartet. Grund dafür ist der Abgang von LaMelo Ball. Der Star-Guard wird nach Informationen von NBA-Insider Shams Charania zu den Minnesota Timberwolves wechseln. Im Gegenzug erhält Charlotte unter anderem Center Naz Reid.
Für Anderson verändert sich damit die Lage im Backcourt. Der deutsche Guard wurde im Draft an Position 18 ausgewählt. Ohne Ball ist der Konkurrenzkampf auf seiner Position weniger klar besetzt. Dadurch steigen die Chancen des Nummer-18-Picks auf Spielzeit in der kommenden Saison.
Für Hannes Steinbach ist der Trade dagegen eher ein Rückschlag. Der Big Man hatte sich auf das Zusammenspiel mit LaMelo Ball gefreut und erhält zudem mit Reid namhafte Konkurrenz auf seiner Position.
Reaves unterschreibt Rekordvertrag
Nach Angaben von ESPN hat sich Austin Reaves mit den Los Angeles Lakers auf einen Vierjahresvertrag über 185 Millionen Dollar geeinigt, inklusive Spieleroption in der letzten Saison.
Es ist der größte Vertrag, den je ein ungedrafteter Spieler in der NBA unterschrieben hat. Für Reaves, der in den vergangenen Jahren deutlich günstiger für die Lakers war, ist es der ersehnte finanzielle Sprung.
Für die Lakers ist der Deal vor allem mit Blick auf die kommenden Jahre wichtig. Reaves wird künftig wie ein Topspieler bezahlt und steht nun fest im Zentrum der Kaderplanung. Für diesen Sommer bleibt Los Angeles aber trotzdem flexibel. Der Grund liegt in den Regeln des Salary Caps. Solange Reaves seinen neuen Vertrag noch nicht offiziell unterschrieben hat, zählt er nur mit einem deutlich niedrigeren Betrag gegen die Gehaltsgrenze. Dadurch können die Lakers zunächst noch andere Schritte in der Free Agency prüfen. Erst danach würde der neue Vertrag von Reaves voll in die Bücher eingehen.
Bewegung auf dem NBA-Markt
Kurz vor dem Free-Agency-Fenster nimmt der NBA-Markt weiter Fahrt auf. So verstärken die Memphis Grizzlies ihren Frontcourt mit Isaiah Stewart. Der Big Man wechselt von den Detroit Pistons nach Memphis. Im Gegenzug erhält Detroit drei zukünftige Zweitrundenpicks.
Für Memphis bringt Stewart mehr Physis und Erfahrung unter den Korb. In der vergangenen Saison kam er auf durchschnittlich 10,0 Punkte, 5,3 Rebounds und 1,6 Blocks. Die Pistons verschaffen sich durch den Trade dagegen mehr finanziellen Spielraum für weitere Personalentscheidungen.
Auch bei den Phoenix Suns gibt es Klarheit auf der Center-Position. Mark Williams soll laut Shams Charania einen Dreijahresvertrag über 38 Millionen Dollar unterschreiben. Weitere Gerüchte gibt es um Mitchell Robinson, Kawhi Leonard und LeBron James. Hier sind die weiteren Trade-Gerüchte im Überblick:
Robinson vor Knicks-Abschied?
Trotz des Meistertitels könnte Mitchell Robinson die New York Knicks verlassen. Grund dafür ist die finanzielle Lage der Franchise. Besitzer James Dolan hatte zuletzt betont, dass er den Kern des Teams gerne zusammenhalten möchte. Gleichzeitig sollen die Knicks aber nicht über die zweite Luxussteuer-Grenze gehen. Genau das macht die Kaderplanung so schwierig. Robinson war in den Playoffs ein wichtiger Spieler von der Bank. Wegen seines Gehalts könnte er nun dennoch zum Trade-Kandidaten werden.
Kawhi-Rückkehr möglich?
Die Zukunft von Kawhi Leonard bei den Los Angeles Clippers bleibt offen. Der Forward geht in das letzte Jahr seines Vertrags. Gespräche über eine Verlängerung sollen bislang nicht weit fortgeschritten sein. Nach Informationen von Jake Fischer wäre Leonard bei einem möglichen Wechsel offen für eine Rückkehr zu zwei früheren Teams. Demnach kämen für ihn die Toronto Raptors und die San Antonio Spurs infrage. Ein Trade gilt derzeit aber weiter als reine Möglichkeit.
LeBron nach Cleveland?
Auch um LeBron James gibt es wieder Spekulationen. Laut Brian Windhorst könnten die Lakers bei einem möglichen Sign-and-Trade mit den Cleveland Cavaliers an Jarrett Allen interessiert sein. Ein solcher Deal wäre für Los Angeles sportlich interessant, weil Allen die Center-Position stärken würde. Trotzdem gilt das Szenario als unwahrscheinlich. LeBron müsste selbst nach Cleveland zurückkehren wollen. Zudem müssten die Cavaliers finanziell mehrere Hürden lösen.
Pistons weiter an Herro dran
Die Detroit Pistons sollen weiter Interesse an Tyler Herro haben. Das berichtet Marc Stein. Herro war zuletzt zu den Milwaukee Bucks gewechselt und soll sich auf die Rückkehr in seine Geburtsstadt freuen. Sicher ist ein Verbleib in Milwaukee aber offenbar nicht. Sollten die Bucks ein passendes Angebot erhalten, könnte Herro erneut zum Thema auf dem Trade-Markt werden. Detroit sucht weiter einen zweiten starken Ballhandler neben Cade Cunningham.
Hawks halten Gueye
Mouhamed Gueye bleibt den Atlanta Hawks erhalten. Die Franchise hat ihre Team-Option für die kommende Saison gezogen. Diese liegt bei 2,41 Millionen Dollar. Der Schritt galt als erwartet. Gueye hatte in der vergangenen Saison eine wichtige Rolle als Backup-Big übernommen. Für Atlanta bleibt der 23-Jährige damit eine günstige Option im Frontcourt.
Jazz planen mit Kessler
Walker Kessler soll bei den Utah Jazz bleiben. Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen um das Interesse anderer Teams gegeben. Laut NBC Sports gehen Verantwortliche aus der Liga aber nicht davon aus, dass Kessler wirklich verfügbar ist. Auch Jazz-Besitzer Ryan Smith stärkte dem Center öffentlich den Rücken. Er bezeichnete Kessler als wichtigen Teil der Zukunft in Utah.
NBA Europe wirbt in Cannes
Die NBA treibt ihre Pläne für eine europäische Liga weiter voran. Beim Cannes Lions International Festival of Creativity waren Vertreter des Projekts NBA Europe prominent vertreten.
Neben europäischen Verantwortlichen reisten auch mehrere hochrangige NBA-Manager aus New York nach Frankreich. Dort führte die Liga Gespräche mit möglichen kommerziellen Partnern, darunter globale Marken, Agenturen und Medienunternehmen. Auch Unternehmen wie RedBird Capital und Paris Saint-Germain sollen Teil dieser Gespräche gewesen sein.
Im Mittelpunkt steht weiterhin das Ziel, die neue Liga im Jahr 2027 an den Start zu bringen. Parallel laufen die Gespräche mit der EuroLeague weiter. Eine Zusammenarbeit aller beteiligten Seiten ist damit weiterhin nicht ausgeschlossen.
Mabrey stellt WNBA-Rekord ein
Marina Mabrey von den Toronto Tempo hat in der WNBA für einen historischen Abend gesorgt. Beim 125:97-Erfolg gegen die Los Angeles Sparks erzielte die Shooting Guard 53 Punkte. Damit stellte Mabrey den Punkterekord für ein einzelnes WNBA-Spiel ein. Zuvor hatten A’ja Wilson und Liz Cambage diese Marke erreicht.
Besonders stark war Mabrey von der Dreierlinie. Sie traf neun ihrer 18 Versuche von außen. Toronto dominierte die Partie von Beginn an und lag zwischenzeitlich mit 35 Punkten vorne. Als Team verwandelten die Kanadier 20 Dreier und verbesserten stehen damit bei einer Bilanz von 9:9.
Quelle: cbssports.com, espn.com, sport1.de, nbcsports.com, basketball-world.news, aljazeera.com
Fotocredit: GettyImages
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