Kurz vor der Trade-Deadline am 5. Februar wird es spannend: Wir werfen einen Blick auf die Trades um James Harden, Jaren Jackson Jr. und Co. Außerdem betrachten wir die aktuellen Gerüchte rund um Giannis Antetokounmpo. Alle News im Update.
Utah sichert sich Jackson Jr.
Kurz vor der Trade-Deadline am 5. Februar nimmt die Dynamik in der NBA spürbar zu. Die Memphis Grizzlies haben den nächsten konsequenten Schritt in Richtung Neuaufbau eingeleitet und sich von ihrem Starspieler Jaren Jackson Jr. getrennt. Im Gegenzug erhalten sie drei Erstrundenpicks. Ebenfalls Teil des Deals sind John Konchar, Jock Landale und Vince Williams Jr., die gemeinsam mit Jackson zu den Utah Jazz wechseln. Nach Memphis kommen im Austausch Walter Clayton Jr., Kyle Anderson, Taylor Hendricks und Georges Niang.
Für die Utah Jazz markiert der Trade eine klare sportliche Weichenstellung mit Blick auf basketballerischen Erfolg. Mit Lauri Markkanen, Keyonte George und Jackson Jr. verfügt das Team nun über ein vielversprechendes Kerntrio. Welche Auswirkungen der Deal langfristig auf die Kräfteverhältnisse in der Liga haben wird, bleibt abzuwarten.
Harden verstärkt die Cavs
Die Cleveland Cavaliers haben sich im Zuge eines Trades die Dienste von James Harden von den Los Angeles Clippers gesichert. Im Gegenzug wechseln Darius Garland sowie ein Zweitrundenpick im Draft 2026 nach Los Angeles. Die Trennung zwischen Harden und den Clippers erfolgte einvernehmlich, wie „The Beard“ in einem Interview mit Ramona Shelburne von ESPN betonte: „Wenn die Dinge nicht funktionieren im Leben, dann gibt es immer Wege, eine Zusammenarbeit zu beenden.“ Zugleich hob er hervor: „Ich wollte nicht die Zukunft der Clippers beschränken. Ich wollte ihnen die Chance geben, dass sie neu aufbauen können.“ Als Hintergrund gelten unter anderem die anstehenden Vertragsverhandlungen des 36-Jährigen.
Sportlich versprechen sich die Cavaliers erheblichen Mehrwert durch den prominenten Neuzugang. Ein Backcourt mit Donovan Mitchell und dem MVP von 2018 zählt auf dem Papier zu den offensivstärksten Duos der Liga und könnte zu einem entscheidenden Faktor im Titelrennen der Franchise aus Ohio werden.
Celtics traden für Vucevic
Beim dritten größeren Trade innerhalb weniger Stunden haben die Boston Celtics den erst in der Offseason verpflichteten Anfernee Simons abgegeben und im Gegenzug Nikola Vucevic von den Chicago Bulls erhalten. Zusätzlich sicherte sich Boston einen Zweitrundenpick. Mit diesem Schritt bewegt General Manager Brad Stevens die Franchise aus Massachusetts weiter in Richtung Luxussteuergrenze. Nach dem Trade liegen die Celtics nur noch rund sechs Millionen Dollar über der Schwelle und reduzieren allein durch diesen Deal ihre Strafzahlungen um etwa 20 Millionen Dollar. Zugleich adressiert das Team den Bedarf auf der Centerposition.
Die Chicago Bulls verstärken mit Simons hingegen weiter ihren Guard-Kader, der damit personell stark, aber auch sehr voll besetzt ist. Weitere Transaktionen gelten daher als wahrscheinlich. Insbesondere Coby White und Ayo Dosunmu wurden zuletzt in Spekulationen als mögliche Trade-Assets genannt.
Drei-Team-Deal um Bulls, Pistons und Wolves
Wie ESPN-Insider Shams Charania berichtet, wechseln Jaden Ivey und Mike Conley Jr. im Rahmen eines Drei-Team-Deals zu den Chicago Bulls und verstärken dort die bereits dicht besetzte Guard-Rotation. Die Detroit Pistons erhalten im Gegenzug Kevin Huerter und Dario Saric von Chicago. Die Minnesota Timberwolves verschaffen sich durch die Abgabe von Conley sowie einen Pick-Swap zusätzliche finanzielle Flexibilität – unter anderem mit Blick auf mögliche Ambitionen im Werben um Giannis Antetokounmpo.
Mit dem näher rückenden Stichtag am 5. Februar dürfte sich die Dynamik auf dem Transfermarkt weiter verschärfen. Wir sind am Donnerstag ab 18 Uhr LIVE auf unserem YouTube-Kanal am Start und beobachten mit euch das Geschehen bis in die Nacht.
Warriors wollen Green opfern
Kurz vor der Trade-Deadline richtet sich die Aufmerksamkeit besonders auf Giannis Antetokounmpo. Neben den Minnesota Timberwolves und den Miami Heat werden auch die Golden State Warriors als potenzielle Interessenten gehandelt. Laut einem Bericht von ESPN-Journalist Anthony Slater wären die Warriors im Rahmen eines möglichen Blockbuster-Deals sogar bereit, ihren langjährigen Big Man Draymond Green abzugeben. Insbesondere Greens hoch dotierter Vertrag gilt dabei als möglicher Schlüsselbestandteil eines umfangreichen Trades. Auch der Vertrag von Jimmy Butler wurde in Spekulationen genannt, gilt nach dessen Kreuzbandriss jedoch als weniger attraktiv für die Milwaukee Bucks.
Draymond Green selbst reagierte gelassen auf die kursierenden Gerüchte: „Ob ich verärgert bin? Überhaupt nicht. Wenn es das Beste für die Organisation ist, mich abzugeben, dann ist es eben das Beste für die Organisation“, sagte er nach der 94:113-Niederlage gegen die Philadelphia 76ers und ergänzte: „Ich bin seit über 13 Jahren hier. Das ist länger, als wahrscheinlich 98 Prozent an einem Ort waren. Wenn es nun zu Ende geht, war es eine verdammt geile Zeit (Übersetzt: ‘What a fucking run it’s been!’).“
Ob die Golden State Warriors sich im Buhlen um den „Greek Freak“ letztlich durchsetzen können, bleibt jedoch offen.
Kawhi Leonard zum All-Star ernannt
Nachdem Clippers-Forward Kawhi Leonard zunächst nicht von den Cheftrainern der Liga als All-Star-Reservist nominiert worden war, wurde er nun von NBA-Commissioner Adam Silver als Nachrücker bestimmt. Seine ursprüngliche Nichtberücksichtigung hatte teils für Verwunderung gesorgt, da Leonard mit durchschnittlich knapp 28 Punkten, sechs Rebounds, vier Assists und zwei Steals pro Partie statistisch seine stärkste Spielzeit absolviert.
Ausschlaggebend für die nachträgliche Nominierung ist der neue Spielmodus des All-Star-Wochenendes, bei dem drei US-Teams und ein internationales Team mit jeweils acht Spielern antreten. Da zunächst lediglich 15 US-Spieler ausgewählt worden waren, lag es am Commissioner, einen zusätzlichen Akteur zu bestimmen.
Quelle: Basketball-World.News, Spox, nba.com, ESPN, Sport1, CBS Sports, Bleacher Report, The Athletic, Sport.de
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