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BASKET

Franz Wagner mit deutschem Rekord

Gegen die Milwaukee Bucks überragte Franz Wagner mit 38 Punkten und spektakulären Abschlüssen (Foto: Fernando Medina/Getty Images)

Franz Wagner setzt in einer Debütsaison voller Highlights das bisher größte Ausrufezeichen: Gegen die Milwaukee Bucks legt er mit 38 Punkten seinen Karriere-Bestwert auf und bricht damit einen deutschen Rekord.

Detlef Schrempf, Dennis Schröder, Dirk Nowitzki. Die Aufzählung der bisher erfolgreichsten deutschen NBA Spieler kann sich durchaus sehen lassen. Dass Franz Wagner diesen Ausnahemsportlern schon jetzt etwas voraushat, macht Hoffnung, ihn mittelfristig in dieser Aufzählung berücksichtigen zu müssen.

The German Freak?

Gegen die Milwaukee Bucks scorte der gebürtige Berliner 38 Punkte, keinem deutschen Rookie war dies in seiner ersten Saison in der besten Basketballliga der Welt gelungen. Zudem traf Wagner mit vier Dreiern starke 50 Prozent seiner Distanzwürfe und holte 7 Rebounds. Als Wagner dann noch den aktuellen Finals MVP Giannis Antetokounmpo sehenswert per Eurostep deutlich älter als 27 Jahre aussehen ließ, mutierte das Career High endgültig zur Statement-Perfomance. Die Niederlage gegen den amtierenden Meister konnte aber auch der Topwerfer seines Teams nicht verhindern.

Auf Dirks Spuren

Selbst dem besten deutschen Basketballer aller Zeiten war ein solches Kunststück nicht gelungen. 29 Punkte legte Dirk Nowitzki damals am 16.April 1999 gegen die Phoenix Suns auf, für einen Rookie damals wie heute ein beachtlicher Wert. Umso beeindruckender die Performance Franz Wagners gegen die Bucks. Natürlich sind die Vergleiche mit dem Erfinder des „Fadeaway“ verfrüht und in vielerlei Hinsicht unpassend. Zu unterschiedlich ist das Spiel der beiden, zudem bedeutet ein herausragendes Spiel noch keine Weltkarriere. Dennoch stellte das Spiel für Nowitzki damals den Durchbruch in seiner Rookie Season da, denn er kam das erste Mal über die 20 Punkte-Marke. Wagner gelang dies im Laufe der Saison schon mehrfach.

Euphorie-Bremse 

Als Scorer hat sich der Berliner mit der Nummer 22 also durchaus schon einen Namen gemacht. Auch wenn ein kräftiger Tritt auf die Euphorie-Bremse im Hinblick auf das Potential Wagners zwar angebracht ist, muss ebenso konstatiert werden: Schon jetzt kann die erste Saison in der NBA für den ehemaligen Flügelspielers der University of Michigan als absoluter Erfolg gewertet werden, den ihm so nur die Wenigsten zugetraut hätten. Wir dürfen gespannt sein, was noch kommt!