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BASKET

Curry und Doncic wehren sich gegen Kritik

Nach einem bescheidenen Saisonstart sahen sich Stephen Curry und Luca Doncic, zwei der wohl besten Guards der NBA, lautstarker Kritik ausgeliefert. Der Slowene habe sich in der Offseason gehen lassen und sei für die anstehende Saison nicht in Form. Über den unangefochtenen Franchiseplayer der Warriors wurden zahlreiche Zweifel geäußerten, dass er nicht in der Lage sei, ein solch junges Team anzuführen und zu tragen. In den letzten Tagen bewiesen beide durch starke Leistungen das Gegenteil.

Curry 62 Punkte

Mit seiner Leistung gegen Portland tritt Curry dem elitären 60-Punkte-Club bei.
Foto:gettyimages

Vor Beginn der aktuellen Saison sahen viele Luca Doncic als den diesjährigen MVP. Schaut man sich die beiden vergangenen Spielzeiten an und geht von einem weiteren Leistungsanstieg aus, ein guter Tipp. Doch der 21-Jährige hatte offensichtliche Probleme, seinen Rhythmus zu finden. In den ersten fünf Partien traf der Youngster nur miserable 16,1% seiner 3er und zeigte besonders in Sachen Fitness große Defizite. Trotz eines fulminanten Sieges gegen die Clippers (124:73) starteten die Mavs mit einer negativen Bilanz in die Saison. Doch in der vergangenen Nacht meldete sich Luca Doncic gegen die Houston Rockets mit seinem ersten Triple-Double in dieser Spielzeit zurück. „Es ist offensichtlich, dass er sich gerade dahin zurückarbeitet, wo er hin muss“, sagte sein Trainer Rick Carlisle nach der Partie. „Seine Physis und seine Kondition gehen in die richtige Richtung, das ist toll. Und man sieht es auch auf dem Court. Man sieht, dass er einfach mit jedem Tag besser und besser wird.“ Beim Sieg über Harden und Co. legte Doncic 33 Punkte, 16 Rebounds und 11 Assists auf. Laut Coach Carlise sei die verkürzte Offseason Grund für den schleppenden Saisonstart seinen Superstars. „Ich bin bereit, zu spielen“, so Doncic selbst. „Ich werde weiter an meiner Kondition arbeiten und weiter besser werden. Wir haben viele Spiele, ich werde in Form kommen.“

Planlose Warriors

Seit dem Weggang von Kevin Durant sieht sich Stephen Curry dem Stigma ausgeliefert, ein Team ohne vier Allstars nicht anführen zu können. Auch nach dem verpatzten Saisonstart wurde die Kritik an dem Point Guard im gesamten NBA-Kosmos erneut laut. Dieser fand nach der deutlichen Niederlage im Christmas Game gegen die Bucks keine Antwort auf die Probleme der Warriors. „Ich weiß es nicht“, sagte Curry. „Wir müssen uns einfach mehr darauf fokussieren, was wir machen wollen. Wenn du deine Würfe nicht triffst, dann versuchst du es manchmal zu erzwingen und denkst nicht nach. Unser gemeinsamer IQ muss deutlich besser werden in diesen Momenten, wenn wir nicht treffen.“ Das gesamte Dubs-Kollektiv wirkte planlos und überfordert. Neben Curry zeigten auch die anderen Leistungsträger zum Saisonstart nicht die gewünschte Leistung. Andrew Wiggins ließ weiterhin auf den endgültigen Durchbruch warten und Kelly Oubre Jr. warf einen Backstein nach dem anderen und traf in der vergangenen Partien nur 16,7 seiner Dreier. Auch die Rückkehr Draymond Greens brachte zunächst nicht den Umschwung. Der Forward erzielte in seinen ersten drei Spielen in dieser Saison nur magere sieben Punkte. Neu formierte Warriors, die ihr Spiel noch finden müssen, um die erneute Verletzung von Klay Thompson zu kompensieren und um ihrem Anspruch als Contender gerecht werden zu können.

Curry mit dem Comeback

Steph machte in den vergangenen beiden Partien jedoch einen Schritt in die richtige Richtung, nahm die Kritik persönlich und zeigte seine MVP-Form. Gegen die Portland Trail Blazers schien er unaufhaltsam und erreichte mit 62 Punkten seinen Karrierebestwert. Auch in der vergangenen Nacht beim Sieg gegen die Kings dominierte der Scharfschütze und legte in nur 31 Minuten 30 Punkte auf. Gegen Sacremento fand auch Kelly Oubre Jr. endlich seinen Jumper und traf vier von sechs Dreiern. Besonders Steve Kerr hatte den Glauben an seinen Spielmacher nie verloren. Nach der Curry-Show gegen Portland äußerte sich der Coach über das „Privileg“, einen Athleten wie Steph trainieren zu dürfen. „Nicht nur wegen seines Talents, sondern wegen der Art und Weise, wie er sich motiviert und wie er andere anführt“, erklärte Kerr.

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