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BASKET

Lakers dominieren Heat in Spiel 1

Mit einem starken Supportingcast und einem bärenstarken Star-Duo reißen sich die Lakers Spiel 1 der NBA Finals an sich. Die Heat wirkten zu Beginn wacher, waren im weiteren Verlauf jedoch chancenlos und gaben die Partie in einem Blowout mit 98:116 ab. Ein gebrauchter Abend, der zudem Verletzungspech mitbrachte. Miami bangt mit Adebayo und Dragic gleich um zwei Führungsspieler.

Anthony Davis Finals

Anthony Davis ist mit starker Leistung in Spiel 1 auf Finals-MVP-Kurs.
foto: gettyimages

Die NBA Finals 2020 haben durchaus eine Geschichte zu erzählen. Äußerst besondere Umstände durch die Covid-19-Pandemie und eine Lakers-Legacy, die LeBron in dem Jahr wiederbelebt, in dem Kobe Bryant bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt. In seiner zehnten Endspielserie trifft der „King“ auf sein Ex-Team, mit dem er bereits zwei Titel holen konnte. Miami bahnte sich überraschend souverän einen Weg durch die Playoffs und steht L.A. als absoluter Underdog gegenüber.

Lakers-Stars sind bereit für die Finals

Davon ließen sich die Heatles zu Beginn von Game 1 jedoch nicht einschüchtern und legten selbstbewusst los. Jimmy Butler nahm das Zepter in die Hand und traf direkt zwei 3ER – so viele wie in der gesamten Serie gegen Boston. Nach einem 13 Punkte Lauf Miamis wurden die Lakers wach und Anthony Davis begann heiß zu laufen. 31:28 für die Lakers nach dem ersten Viertel.

Im Q2 brach dann die Gegenwehr der Heat und L.A. überrollte seinen Kontrahenten. Angeführt von ihrem Star-Duo liefen die Lakers im Kollektiv heiß, trafen 6 von 7 Dreiern und legten bis zur Pause einen 53:23-Run hin!

Auch im Dritten ging das Team in “purple and gold“ nicht vom Gas und ging zwischenzeitlich mit 32 Punkten in Führung. Besonders Anthony Davis war nicht aufzuhalten. Der Big erwischte einen Sahnetag und beendete die Partie mit 34 Punkten, 9 Rebounds und 3 Blocks. Der Finals-Routinier LeBron James verpasste mit 25 Zählern, 13 Rebounds und 9 Assists nur knapp ein Triple Double.

Im letzten Viertel schalteten die Lakers sichtlich einen Gang zurück und ließen Ergebniskosmetik zu. Kendrick Nunn (18 Punkte, 5 Rebounds, 2 Assists) bekam viele Freie Würfe und brachte Miami auf 13 Zähler ran. Von einer spannenden Schlussphase konnte trotzdem nicht die Reden sein.

Durch eine ungewohnt hohe Ausbeute von Downtown (15/38 3ER), einem überzeugenden Supportingcast und dominanten Superstars gewannen die Lakers souverän Spiel 1. Die Heat zeigten Mängel in der Verteidigung und hatte Probleme freie Würfe zu kreieren. Sinnbildlich dafür war der Auftritt von Duncan Robinson, der zuletzt als elitärer Shooter bezeichnet wurde. Er drückte nur drei Mal ab und erzielte null Punkte.

Verletzungspech bei Miami

Nach Spiel 1 der Finals sorgt man sich in Miami jedoch nicht nur um den Rückstand in der Serie. Vielmehr blickt man beunruhigt auf die Verletzungen dreier Führungsspieler. Jimmy Butler knickte im Zweiten ohne Fremdeinwirkung unglücklich um, konnte aber weiter spielen. Auch wenn ihm die Verletzung nach der Pause sichtlich zusetzte, blieb er mit Blick auf Spiel 2 zuversichtlich: „Wir werden sehen, wie es morgen aussieht, aber ich werde okay sein“.

Goran Dragic konnte wegen einer gerissenen Plantarfaszie in der linken Fußsohle im zweiten Durchgang nicht mehr auflaufen. Rookie-Guard Kendrick Nunn ersetzte den Veteranen im weiteren Verlauf des Spiels. Während der Slowene in der regulären Saison noch von der Bank kam, begann er in der Postseason auf der Eins und wurde zum Topscorer der Heat. Mit dem vorzeitigen Aus und sechs erzielten Punkten endet eine Serie von 33 Playoffspielen mit zweistelliger Ausbeute. Laut Wojnarowkski konnte Dragic seinen Fuß nach der Partie belasten, was eine Rückkehr in den Finals nicht komplett ausschließt. „Ich kann dazu gerade nichts sagen“, berichtet Coach Spoelstra. „Ich weiß, dass er tough ist wie jeder andere und es sind Finals, aber ich habe noch kein Update, wie es bei seinem Fuß aktuell aussieht.“

Mit Zonenbiest Bam Adebayo verließ ein weiterer Leistungsträger vorzeitig das Feld. Nach einem Zusammenstoß mit Anthony Davis war für den Big mit einer Schulterzerrung Schluss. Ein MRT nach dem Spiel zeigte jedoch keine ernsthafte Verletzung.

Egal in welcher Konstellation die Heat in Game 2 auflaufen können, muss das Team um Jimmy Butler wohl einen Weg finden, die Schützen besser ins Spiel zu bringen und eine kompaktere Defense auf die Beine zu stellen. „Wir haben jetzt 48 Stunden Zeit, um herauszufinden, wie wir mit Anthony Davis im kommenden Spiel umgehen werden. Er war heute herausragend, aber wir müssen das auch einfach besser verteidigen“, gestand auch Coach Erik Spoelstra. Spiel 2 findet schon in der Nacht auf Samstag statt.

Prominenz schaut zu

Auf der digitalen Tribüne nahmen einige NBA-Champs Platz und verfolgten Game 1 der Finals. Pau Gasol, der an der Seite von Kobe zwei Ringe nach L.A. holen konnte, unterstützte im Trikot. Heat-Legende und dreifacher Champion Dwayne Wade sowie Shaquille O’Neal, der mit beiden Teams Titel holen konnte, saßen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama in einer Sitzreihe.

Finals Digitale Zuschauer

Auf den digitalen Plätzen schauten einige Prominente zu.
Foto: Screenshot YouTube

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