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BASKET

Heat verpassen Ausgleich

In einem defensiv geprägten Spiel 4 zitterte sich L.A. angeführt von LeBron James zum 102:96 Sieg. Trotz der Rückkehr von Bam Adebayo konnte Miami die wackelnden Lakers nicht bestrafen. In einer umkämpften Partie blieb Jimmy Butler Topscorer seines Teams, zeigte jedoch eine weniger dominante Leistung als noch in Spiel 3. Mit der dritten Finals-Niederlage stehen die Heat mit dem Rücken zur Wand.
Adebayo vs. Davis

In einem engen Spiel sorgt Anthony Davis für die Entscheidung.
Foto: gettyimages

In Q1 sah alles danach aus, als würden die Heat da weiter machen, wo sie aufgehört hatten. Miami zwang die Lakers erneut zu einigen Turnovern und Bam Adebayo, der die vorangegangenen Partien wegen einer Nackenverletzung verpasst hatte, glänzte in den ersten Minuten seiner Rückkehr mit Aktionen an beiden Enden des Feldes. Auch Jimmy Butler schien nach seinem Meisterwerk in Spiel 3 nicht abgekühlt zu sein und beendete das erste Viertel mit 11 Zählern. Für L.A. erwischte KCP einen guten Start. Mit 10 Punkten und zwei Dreiern war er im ersten Spielabschnitt die stärkste Offensivkraft seiner Mannschaft.

Das Superstar-Duo der Lakers tat sich bis zur Pause schwer gegen die gut aufgestellte Heat-Verteidigung. Besonders eine ausgeklügelte Help-Side-Defense funktionierte gut und zwang LeBron, den Ball mehrfach abzugeben (5 Turnover in Halbzeit eins). Auch Anthony kam nicht richtig in den Tritt und hatte nach Q2 nur 8 Zähler aufzuweisen. Trotzdem gelang es Miami nicht, die Lakers zu bestrafen. Die Heat-Schützen ließen einige offene Würfe liegen. Von den ersten 15 Versuchen fielen nur vier durch den Ring – 49:47 Lakers zur Pause.

Doch auch nach dem Seitenwechsel machten es die Heat Anthony Davis nicht leichter. Er wurde häufig gedoppelt und Adebayos Post-Präsenz zwang ihn streckenweise zum reinen Jumpshoter zu werden. Auch wenn der Big seine Würfe effektiv traf und den Abend mit 22 Zählern und 9 Rebounds beendete, zeigte das Zonenmonster seine Superstar-Qualitäten vielmehr am defensiven Ende (4 Blocks, 1 Steal). In Q3 fand dann auch LeBron James offensiv ins Spiel. Mit mehreren tiefen Dreiern brachte er die Lakers mit einer Führung von fünf Punkten in den letzten Spielabschnitt.

Dort behielt der „King“ seine Dominanz bei und konnte auf dem Weg zum Korb nur per Foul gestoppt werden. In Q4 ging er insgesamt sieben Mal an die Linie. Trotzdem gelang es Butler, nach einem wilden Robionson-Dreier mit 6:27 auf der Uhr per Drive auszugleichen. 3 Minuten Später verpasste es Jimmy Buckets jedoch aus der Ecke in Führung zu gehen und Caldwell-Pope traf auf der anderen Seite von Downtown zum 93-88. Der Guard sorgte auch für die nächsten beiden Zähler und besiegelte damit eine starke Vorstellung (15 Punkte, 5 Assits). Nachdem Crowder und Rondo punkten konnten, setzte Anthony Davis dann den Dagger von Downtown. Mit einem Block gegen Butler machte der Big dann alles klar und bescherte seinen Lakers so den ersten Matchball.

„Das fühlte sich wie ein Finals-Spiel an“, sagte James nach der Partie. „Beide Teams waren verzweifelt – und darum geht es, um nichts anderes.“ Der „King“ beendete die Partie mit 28 Zählern, 12 Rebounds und 8 Assists. Aufseiten der Heat hielten vor allem Topscorer Butler (22 Punkte, 10 Rebounds, 9 Assists und 3 Steals), Tyler Herro (21) und Duncan Robinson (17) dagegen. Rückkehrer Bam Adebayo erzielte 15 Zähler und konnte sich 7 Reobounds greifen. „Wir werden antworten. Wir sind hier, weil wir ein ganz bestimmtes Ziel haben. Wir haben nie erwartet, dass es leicht wird. Das war ein hart umkämpftes Throwback-Game. Keiner hat irgendein Viertel aufgegeben. Wir haben am Ende einfach nicht die Plays gemacht“, kommentierte Heat-Coach die umkämpfte Partie. Spiel 5 der Finals findet in der Nacht von Freitag auf Samstag statt (3 Uhr).

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