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BASKET

Umkämpfte Partie geht an die Raptors

Nach der zweiten Overtime in Spiel 6 zwischen den Toronto Raptors und den Boston Celtics ist klar: Der amtierende Champ lässt sich die Chance auf einen erneuten Einzug in die Conference Finals nicht so leicht nehmen. In einer dramatischen Partie, die sich über 58 Minuten Spielzeit streckte, überragte wieder mal Kyle Lowry, der einen Clutch Shot nach dem anderen versenkte. Mit 33 Zählern sorgte der Point Guard für den 125:122 Sieg und erzwang somit Spiel 7 in einer hoch spannenden Serie.
BOS-TOR Fight in Game 6

In einem dramatischen Schlagabtausch konnten sich die Raptors in Spiel 7 retten.
Foto: gettyimages

Beide Teams gaben in Spiel 6 alles, was sie zu bieten hatten. Gleich 8 Spieler spielten mehr als 50 Minuten, das hatte es in der Geschichte der NBA Playoffs bisher noch nicht gegeben. Von Beginn an war die Partie von einer hohen Intensität geprägt und jede Possession war hart umkämpft. Neben Lowry konnte auch Norman Powell glänzen, der 23 Punkte von der Bank auflegte und vor allem in der Overtime hervorstach. Bis auf den enttäuschenden Kemba Walker (2/11 FGM) überzeugten die Starter der Celtics. Marcus Smart legte ein Triple Double auf (23 Punkte, 11 Rebounds, 10 Assists) und Jason Tatum konnte sich nach einem miserablen ersten Viertel (1/7 FGM) rehabilitieren und erzielte 29 Punkte. Topscorer aufseiten der Celtics war wieder mal Jaylon Brown mit 31 Zählern und 16 Rebounds.

Enge Partie geht in die Overtime

Besonders in der ersten Halbzeit überzeugte Brown und konnte Boston zwischenzeitlich eine zweistellige Führung bescheren. Die Raptors hatten in diesem Abschnitt der Partie Probleme, den Anschluss zu halten, weil sie ihre Dreier nicht trafen. Zwischenzeitlich verfehlten die Kanadier 9 Würfe in Folge. Der eingewechselte Ibaka, bei dem bis kurz vor der Partie fraglich war, ob er aufgrund einer Knöchelverletzung überhaupt spielen konnte, belebte Toronto und traf gleich drei Dreier innerhalb kürzester Zeit. So konnte der Spanier den Rückstand seines Teams bis auf 4 Punkte verkürzen. Zu Beginn des Dritten konnte sogar Gasol seinen ersten Wurf von Downtown in der Serie verwandeln und leitete ein offensiv starke Phase der Raptors ein, die sie mit einer 81:77 Führung ins Schlussviertel brachte.

Nun begann ein back-and-forth Schlagabtausch mit teils spektakulären Abschlüssen. Lowry führte die Raptors auch im Vierten an und versenkte zwei Dreier in Folge. Daniel Theis, der für die Celtics im Spielverlauf von immer größerer Bedeutung wurde, punktete gleich zweimal in kürzester Zeit und glich 2 Minuten vor Ende zum 98:98 aus. Walker und Tatum verlegten im Anschluss. Der letzte Wurf der regulären Spielzeit gehörte Pascal Siamkamp. Der wilde Dreier des Forwards, der den Buzzerbeater von Anunoby aus Spiel 3 in den Schatten gestellt hätte, sprang vom Rim ab. Overtime!

Diese war durchweg umkämpft und keiner der beiden Kontrahenten konnte sich absetzen. Tatum und Lowry (3/4 FGM) führten ihre Mannschaften in der Verlängerung an, Theis (8) war Topscorer für die Celtics , Smart und Anunoby versenkten wichtige Würfe von außen. Auffallendster Spieler der Double-Overtime war jedoch Norman Powell. Er legte 15 Punkten auf, traf zwei wichtige Dreier und blieb eiskalt von der Freiwurflinie (7/7 FTM). 43 Sekunden vor Ende sorgte er wohl für das entscheidende Play. Nach einem erfolgreichen Steal gegen Tatum scorte Powell in der Transition per Layup mit Foul. Danach kamen die Celtics nicht mehr ran und die Raptors triumphieren mit 125:122.

Nach der Partie gab es noch ein paar hitzige Worte zwischen Marcus Smart und einigen Raptors. Beim letzten Play des Spiels kollidierte der Shooting Guard der Celtics mit Marc Gasol und hatte danach Klärungsbedarf. All das verspricht, dass die Serie in Spiel 7 genau so dramatisch und spannend zu Ende gehen wird. Die finale Partie werden die Raptors und die Celtics in der Nacht von Freitag auf Samstag um 3.00 Uhr austragen.

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