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BASKET

Embiid: Finger in die (Sixers)Wunde

Mit einem kryptischen Post auf seinen Sozialen Netzwerken hat Joel Embiid in der Nacht zum Dienstag für Aufsehen gesorgt. Doch was steckt hinter der Mitteilung des Centers?
Embiid

„Silence, please“ – Joel Embiid sorgte mit dieser Geste gegen die Chicago Bulls für Aufsehen (Foto: getty images)

Joel Embiid läuft nach einem getroffenen Dreier rückwärts in Richtung Mittellinie und legt den Finger auf den Mund. Diese Geste aus der Partie gegen die Chicago Bulls – die die Sixers mit 118:111 gewannen – war am gestrigen Montagabend Gegenstand eines Posts, den der Allstar-Big Man auf Instagram absetzte. Darunter schrieb er vielsagend den Satz: „You either die a hero or live long enough to see yourself become the villain.”

Zu deutsch heißt das soviel wie „Entweder du stirbst als Held, oder lebst lang genug, um zu sehen, wie du zum Bösewicht wirst.“ Was könnte der gebürtige Kameruner mit diesem Satz gemeint haben? Die Philadelphia 76ers, vor der Saison neben Milwaukee DER Top-Kandidat auf einen Finaleinzug im Osten, bleiben aktuell mit Platz sechs in ihrer Conference stark hinter den Erwartungen zurück – was den Spielern selbst in Heimpartien bereits den ein oder anderen Buhruf einbrachte.

Publikum? Simmons? Coach Brown?

Wollte Embiid mit seiner Geste also das Publikum in die Schranken weisen? Möglich. Doch es gibt auch noch andere Theorien: Seit Saisonbeginn ist das Verhältnis zwischen Embiid und Point Guard Ben Simmons Gesprächsthema in der Stadt der brüderlichen Liebe, die Meinung, beide könnten gemeinsam nicht zu 100% funktionieren, bekommt gerade durch die teils erschreckenden Leistungen der vergangenen Wochen noch mehr Nährboden.

Kann dieser Fingerzeig also gar als Zeichen Richtung Simmons verstanden werden? Oder als Indikator, dass der angebliche Stress vielleicht auch medial nur zu sehr aufgebauscht worden ist? Möglicherweise ist auch Coach Brett Brown an Embiids „Ruhe jetzt!“-Geste nicht ganz unschuldig – schon in der vergangenen Spielzeit war Brown für sein mitunter einfallsloses Coaching oft kritisiert worden.

Eine tiefere Bedeutung, die Suche nach Aufmerksamkeit oder einfach viel Lärm um nichts – egal, was Joel Embiid mit seiner Geste bezwecken wollte, eines ist jetzt schon sicher: Langweilig wird es mit dem Center in der Stadt der „Liberty Bell“ mit Sicherheit nicht.

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