BASKET

Eine Trophäe nach Deutschland?

Dennis Schröder spielt im Moment groß auf. Der Point Guard der Oklahoma City Thunder erzielte kürzlich gegen die Chicago Bulls 21 Punkte von der Bank. Im Rennen um den 6th man of the year Award fällt sein Name immer öfter. Aber was steckt dahinter? Kann der Deutsche seine sonst so ineffizienten Tage hinter sich lassen und endlich vollends überzeugen?

Dennis Schröder

Bei Dennis Schröder und den Oklahoma City Thunder läuft es dieses Jahr deutlich besser als zuvor erwartet. (Foto: Getty Images)

Im Sommer stand der große Umbruch bei OKC an. Nach dem erneuten frühen Ausscheiden in den Play-offs wurden bekanntlich sowohl Paul George, als auch Team-Legende Russell Westbrook getradet. Für Dennis Schröder eigentlich eine gute Sache, da der Braunschweiger in der letzten Saison hinter Westbrook nur Platz auf der Bank hatte. Leider kamen aber im Zuge beider Trades weitere Point Guards zu den Thunder. All-Star Chris Paul und Shai-Gilgeous Alexander hießen die neuen Gesichter in Oklahoma, wodurch ein viel zu großes Angebot auf der Eins herrschte. Viele erwarteten nun, dass Schröder getradet wird, jedoch war dies nicht der Fall und der Ex-Atlanta Spieler nahm wie im Vorjahr erneut auf der Bank Platz.

Dieses Jahr läuft dies aber um einiges besser. Chris Paul ist bei OKC wieder zum All-Star geworden und Shai liefert ebenfalls eine extrem starke Saison ab. Von der Bank kommend, ergänzt Schröder die beiden perfekt und ist einer der Gründe, das die Franchise so gut wie sicher in den Play-offs dabei sein wird, womit vor Beginn der Saison niemand gerechnet hätte.

Clippers-Duo als Konkurrenz

Wenn man sich Schröders Stats anschaut, ist er auch dort um einiges besser geworden. Der 26-Jährige erzielt mit 19,1 Punkten pro Spiel fast vier Punkte mehr als letztes Jahr (15,5). In der Saison 2017/18, in der er noch startete, lag die Zahl mit 19,4 nur gering höher. Wichtig ist dabei aber auch die gesteigerte Effizienz. Aus dem Feld trifft Schröder dieses Jahr 47%. Im letzten Jahr lag diese Zahl noch bei 41%. Richtig interessant wird es aber bei den Würfen von der 3er Linie. Letztes Jahr traf er bei durchschnittlich 4,6 Versuchen 34%, im Jahr davor bei nur 3,9 Versuchen pro Spiel lächerliche 29%. Dieses Jahr nimmt Schröder den Dreier mit durchschnittlich 5,1 Versuchen pro Spiel deutlich häufiger. Diesen trifft er aber auch mit 39%.

Sogar von der Freiwurflinie ist er ein wenig effizienter geworden und steht jetzt bei 85%.

Um die Trophäe des besten sechsten Spieler hat Schröder mit diesen Zahlen auf jeden Fall ein Wörtchen mitzureden. Es bleibt allerdings fraglich, ob er an dem Duo Lou Williams und Montrezl Harrell vorbeikommen kann. Williams ist bereits dreifacher 6th man of the year. Harrell zog letztes Jahr gegen seinen Mitspieler zwar noch den kürzeren, ist dieses Jahr bei den Experten aber oft vor Lou.

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