BASKET

David Stern ist tot

David Stern bei der Ausnahme in die Hall of Fame 2014 (Foto: Getty Images).

Der langjährige Commissioner der NBA, David Stern, ist im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Hirnblutung gestorben. Das teilte die NBA am gestrigen Neujahrstag mit. Stern sei im Beisein seiner Frau Dianne und seiner Familie gestorben, hieß es in einer Bekanntmachung der Liga. Vor etwa drei Wochen hatte Stern die Hirnblutung erlitten und war seitdem im Krankenhaus gewesen.

„Jedes Mitglied der NBA-Familie hat von Davids Visionen, Großzügigkeit und Inspiration profitiert“, erklärte sein Nachfolger Adam Silver, der gleichzeitig sein „tiefes Beileid“ bekundete.

David Stern hatte in seiner langen Schaffenszeit als NBA-Commissioner erheblichen Einfluss darauf, dass die beste Basketball-Liga der Welt in ihrer heutigen Form und als globale Marke existiert. 1984 übernahm er die Führung der NBA, als die Liga, wie Silver sagte, „am Scheideweg stand“.  Stern gelang es in seiner 30-jährigen Amtszeit der NBA zu enormem wirtschaftlichen Wachstum zu verhelfen: Die Einnahmen der National Basketball Association waren unter ihm um das 30-fache gestiegen (Umsatz von rund fünf Milliarden Dollar).

Doch nicht nur ökonomisch konnte der Visionär Stern Erfolge feiern, auch strukturell: Die Liga wuchs unter seiner Ägide um sieben Franchises. Zudem implementierte Stern eine Basketballliga für Frauen, die WNBA, und eine NBA Development Liga, die heutige G-League.

Doch nicht nur das. Auch die sämtliche heutigen Rahmenbedingungen gehen auf Stern zurück. So war er beispielsweise für das System der Gehaltsobergrenze, den sogenannten Salary Cap, die Antidoping-Politik sowie den Richtlinien der Kleiderordnung verantwortlich.

Als Sterns vielleicht größter Verdienst kann die heutige Markenpräsenz der NBA gesehen werden. War die Basketballliga zu Sterns Anfängen im Ausland kaum bekannt, ist sie heute eine globale Marke. Die NBA wir heute in 200 Ländern und 40 Sprachen übertragen.

2014 trat Stern im Zuge seines 30-jährigen Jubiläums zurück und wurde folgerichtig in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen.

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