BASKET

NCCA führt „Rich-Paul-Rule“ ein

Nach Ende einer College-Basketball Saison stellt sich für viele junge Talente die Frage, ob sie wirklich das Zeug für die NBA haben. Wenige Wochen vor dem NBA Draft haben die Athleten die Chance, sich in Training Camps und Workouts vor Undergraduate Advisory Commitees (UAC) und NBA Executives zu beweisen. Durch das Vorspielen vor den UAC’s erhalten die Spieler die Möglichkeit, einen Agenten anzuheuern. Zudem halten die Komitees schriftlich Feedback zu den Leistungen der Spieler fest. Nach dem Prozess können die Athleten entscheiden, ob sie sich für den NBA Draft anmelden, oder lieber ans College zurückkehren sollten. Die NCAA hat nun neue Richtlinien für die Vertreter der jungen College-Athleten eingeführt und erntet heftige Kritik.

LeBron James unterstützt seinen langjährigen Freund Rich Paul (r.) nach den Regeländerungen der NCAA (Foto: getty)

Unter den neu festgelegten Voraussetzungen für Spieleragenten sind unter anderem ein Bachelorabschluss, eine Zertifizierung der NBAPA seit mindestens drei Jahren und das Bestehen einer Prüfung der NCAA. Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, kann der entsprechende Agent keine „Underclassmen“ vertreten. In den alten Regeln wurden lediglich eine NBA- und NCAA-Zertifizierung vorausgesetzt. Eine NBA-Zertifizierung, um als Spieleragent arbeiten zu können, erhält man nach Zahlungen in Millionenhöhe, einem Background Check sowie dem Bestehen eines Tests. Bei der NCCA sind die Voraussetzungen für das Zertifikat ähnlich, jedoch zahlt man jährlich „nur“ 1250 US-Dollar.

Die Gründe für diese Regeländerungen sind unterschiedlich. In einer Pressemitteilung spricht die NCAA davon, dass sie die Athleten und deren Teilnahmeberechtigung schützen wollen. Natürlich liegt es im Interesse der NCAA, dass sich möglichst viele junge Athleten für den College-Weg entscheiden. Schließlich steckt eine Menge Geld hinter dem Produkt.

Was hat das Ganze mit Rich Paul zu tun?

Einer der jungen Athleten, die sich gegen das College-System entschieden haben, ist Darius Bazley. Der Forward gab ein Versprechen an die Syracuse University, entschied sich Monate später allerdings stattdessen dafür in der G-League zu spielen. Anschließend engagierte er Rich Paul als Agenten, welcher ihm gleich einen Werbedeal mit New Balance in Höhe von einer Millionen Dollar sicherte.

Rich Paul ist der Gründer von Klutch Sports und einer der erfolgreichsten Agenten in NBA-Kreisen. Zu seinen Klienten zählen LeBron James, Anthony Davis und Ben Simmons. Zudem pflegt er seit Jahren eine enge Freundschaft zu LeBron und arbeitete sich durch Connections und Beziehungen nach oben. Paul besitzt jedoch keinen College-Abschluss und wird demnach durch die neuen Richtlinien der NCAA als möglicher Spieleragent ausgeschlossen.

LeBron James nahm sich an einem seiner „Taco Tuesdays“ Zeit und äußerte sich auf Twitter zu den neuen Regelungen. „Sie sind wütend und haben Angst. Nichts wird diese Bewegung und Kultur hier stoppen“, schrieb James und bezeichnete die Regel als „TheRichPaulRule“. Auch Chris Paul kritisierte die neuen Regeln. „Manche Lebenserfahrungen sind wertvoller als Diplome…ihr müsst den Prozess überdenken“, erklärte CP3 auf Twitter.

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