BASKET

Große Ehre für Ginobili

Die Nummer 20 von Manu Ginobili wird zukünftig bei den San Antonio Spurs nicht mehr vergeben. Vor dem Spiel seines Ex-Klubs gegen die Cleveland Cavaliers wurde der Argentinier für seine großartige NBA-Karriere geehrt.

Spurs-Coach Gregg Popovich adelte seinen früheren Shooting Guard indem er erklärte, dass man ohne Ginobili keine Meisterschaften hätte gewinnen können. „Unser Team war zusammengestellt, dass wir uns alle gegenseitig gebraucht haben“, erklärte Popovich am Rande der Zeremonie für Ginobili. „Ohne Manu hätten wir keine Titel gewonnen, so einfach ist das.“

Ginobili
Manu Ginobili genießt seinen Ehrentag sichtlich (Foto: Getty Images)

Dieser Meinung schlossen sich offensichtlich auch die Spurs-Fans an, die den Argentinier euphorisch feierten. „Ich bin ein echter Glückspilz“, sagte Ginobili, der seine Rede zweisprachig hielt (halb Englisch, halb Spanisch). „Ich bin hier in eine tolle Situation gekommen und habe einfach nur meine Aufgabe erledigt.“

Das Trikot des inzwischen 41-Jährigen hängt nun unter dem Hallendach des AT&T Centers direkt neben der Nummer 21 seines ehemaligen Teamkollegen Tim Duncan.

Zu Ehren des langjährigen Sixth Man kamen zahlreiche ehemalige Mitstreiter: Neben Duncan waren auch Ex-Kollegen wie Tony Parker, Boris Diaw oder Bruce Bowen. Auch ehemalige Manus ehemalige Teammates aus der argentinischen Nationalmannschaft – Luis Scola, Andres Nocioni, Pablo Prigioni – waren gekommen, um den besten argentinischen Basketball-Spieler aller Zeiten zu feiern.

Die eindrucksvolle Rede hielt aber natürlich Popovich, der betonte, dass Ginobili sich für den Team-Erfolg der Spurs bereitwillig opferte. „Dass er seine Rolle als Sixth Man akzeptierte, war wahrscheinlich die wichtigste Komponente unseres Erfolgs in dieser Zeit“, analysierte die Trainer-Legende. „Das klingt wie ein Nebenaspekt, machte uns aber so viel besser und gefährlicher.“

Pop erinnerte sich auch, dass Ginobili dies zunächst nicht gefiel, doch dass der Shooting Guard mit der Zeit die Rolle akzeptierte. „Wir hatten Glück, dass er so clever ist und das große Ganze verstanden hat. Er wird nun in die Hall of Fame kommen, obwohl er zumeist von der Bank kam.“

Der Südamerikaner verbrachte insgesamt 16 Saisons in Texas, nachdem die Spurs den Guard im Draft 1999 mit dem 57. Pick zogen. Er wurde zweimal zum All-Star gewählt (2005, 2011) und stand zweimal im All-NBA-Third-Team (2009, 2011). 2008 wurde er zudem zum Sixth Man of the Year gewählt. In 1.057 Partien für San Antonio legte Ginobili im Schnitt 13,3 Punkte und 3,8 Assists auf. Mit den San Antonio Spurs konnte er vier Mal die Larry O’Brien Trophy gewinnen.

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