BASKET

Abdul-Jabbar versteigerte Ringe und MVP-Trophäe

NBA-Legende Kareem Abdul-Jabbar war schon immer ein ganz besonderer Mensch, dem politische Statements und Wohltätigkeit wichtiger waren als Eitelkeiten.

Nun hat der 71-Jährige mit der Versteigerung von hunderten Erinnerungsstücken fast drei Millionen Dollar erzielt. Der Großteil der Erlöse geht an sein Charity-Projekt (Skyhook Foundation). Unter anderem trennte sich Abdul-Jabbar von vier seiner sechs Meisterringe.

Abdul-Jabbar
Kareem Abdul-Jabbar gewann fünf Meisterschaften mit den Lakers und eine mit den Bucks (Foto: Getty Images).

Die Ringe aus den Jahren 1980, 1985, 1987 und 1988, deren Mindestgebote bereits bei 60.000 bzw. 65.000 Dollar lagen, sorgten neben einem signierten Ball aus Abdul-Jabbars letztem NBA-Spiel für die größten Summen.

Der Ring aus dem Jahr 1987 – der Ära der Showtime Lakers – ging für rund 400.000 Dollar über den Auktionstisch.

Doch der legendäre NBA-Center, der für seinen genialen „Sky Hook“ gefürchtet war, trennte sich nicht nur von vier seiner Meisterschaftsringen, sondern auch von der „Maurice Podoloff Trophy“, also der MVP-Trophäe, die er 1971/72 als wertvollster Spieler der Saison erhalten hatte. 

Dazu gingen weitere Pokale, Uhren, Medaillen, Trikots und Jacken unter den Hammer. „Wenn man entscheiden muss, ob ein Meisterring oder eine Trophäe in einem Raum verstaut werden soll oder man Kindern damit die Möglichkeit gibt, ihr Leben zu ändern, ist es ziemlich einfach: Verkaufe alles“, erklärte Abdul-Jabbar seine Beweggründe.

Dass Kareem Abdul-Jabbar, der mit 38.387 Punkten der beste Scorer der NBA-Geschichte ist, schon immer ein besonderer Sportler war, zeigte er bereits 1968 als er die Olympischen Spiele in Mexiko City boykottierte. Seinen Boykott wollte er damals als Protest gegen die Benachteiligung der schwarzen Bevölkerungen verstanden wissen.

2016 erhielt der als Lew Alcindor geborene Ausnahmeathlet übrigens vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama die „Presidential Medal of Freedom“ verliehen.

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