BASKET

Jordan sieht sich nicht als GOAT

Wer ist der beste Basketballspieler aller Zeiten, der „Greatest of All Time“? Bis vor einigen Jahren schien es auf diese Frage nur eine Antwort zu geben. Wie in Stein gemeißelt, bis in die Unendlichkeit sollte Michael Jordan die einzig richtige Antwort sein.

„His Airness“ holte schließlich sechs Mal den Titel, wurde fünf Mal MVP und zehn Mal Scoring-Champion. Michael Jordan war ein Synonym für den Begriff des „GOATs“, den besten Basketballspieler aller Zeiten.

Doch seit geraumer Zeit kommt ein gewisser LeBron James, der schon 2016 sagte, „meine Motivation ist dieser Geist, den ich jage, dieser Geist, der in Chicago spielte.“ Was damals noch als Beleidigung gegen den übermächtigen Jordan angesehen wurde, hat sich heute zu einer ernsthaften Diskussion entwickelt. Die jahrelange Dominanz des „Kings“ müssen mittlerweile auch die treusten Jordan-Anhänger anerkennen.

Jordan

Jordan 1987 nach dem nach dem Sieg im „Slam Dunk Contest“ (Foto: Getty Images).

Anfang der Woche dann das Statement, auf das viele Fans gewartet haben. „Das hat mich zum größten Spieler aller Zeiten gemacht“, sagte James über den Finals-Triumph gegen die Warriors 2016, „das war wahrscheinlich das erste Mal in meiner Karriere, als ich gedacht habe: ’Oh verdammt, du hast etwas Besonderes erreicht!’“

Der „King“ will seinen Thron! Sich selbst als besten Basketballspieler aller Zeiten zu bezeichnen. hatte sich zuvor noch niemand getraut. Nicht einmal Michael Jordan! „Ich möchte diesen Titel nicht“, sagte MJ in einem Interview 2009, „Ich denke, dass Spieler wie Wilt Chamberlain, Jerry West oder andere so nicht genügend Respekt bekommen. Ich habe selbst nie gegen diese Spieler antreten dürfen.“

Damit scheint Jordan genau ins Schwarze getroffen zu haben. Wie soll man großartige Basketballspieler miteinander vergleichen, wenn sie selbst nie gegeneinander angetreten sind? Die Diskussion wird jedoch weitergehen und es wird interessant zu sehen, was James in den letzten Jahren seiner Karriere noch  kann, um möglicherweise das Unmögliche zu erreichen und den Thron zu besteigen.

In der neuen BASKET-Ausgabe (ab dem 9. Januar am Kiosk) haben wir es gewagt und uns ebenfalls der GOAT-Debatte angenommen.

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