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BASKET

Jimmer auf Kobes Spuren

In der NBA konnte er sich nie durchsetzen – in China läuft es für Jimmer Fredette allerdings mehr als rund. Sein neuestes Meisterwerk: 75 Punkte in einem Spiel!
Jimmer

Nicht zu stoppen: Jimmer Fredette fing am Sonntag für seine Shanghai Sharks so richtig Feuer. (Foto: imago/VCG)

2011 wurde Jimmer Fredette an Pick zehn im Draft von den Milwaukee Bucks ausgewählt und direkt nach Sacramento getradet. Doch weder dort, noch bei den anschließenden Stationen in Chicago, New Orleans oder New York konnte er sich endgültig durchsetzen. Es folgte der Schritt nach China zu den Shanghai Sharks, für die Jimmer seit 2016 die Schuhe schnürt und wo er zum Publikumsliebling geworden ist.

Was in dieser Nacht passierte, ist jedoch auch für den Guard, der in dieser Spielzeit bislang 38,3 Punkte pro Spiel auflegt, außergewöhnlich. Satte 75 Punkte zauberte er aufs Scoreboard, traf 24 von 34 Würfen aus dem Feld, davon sieben von zehn Dreiern, und verfehlte nur einen seiner 21 Freiwürfe. Acht Rebounds, sieben Assists und vier Steals (Jimmer holt im Schnitt 3,9 pro Spiel) rundeten seinen Abend für die Geschichtsbücher ab. Allein im vierten Viertel erzielte Fredette 40 Punkte und weckte Erinnerungen an das legendäre 81-Punkte-Spiel von Kobe Bryant gegen Toronto 2006.

Rückkehr in die NBA?

Der einzige Makel auch für den Star selbst: Mit 136:137 ging die Partie gegen die Beijing Fly Dragons noch verloren. Kurz vor Schluss schien Fredette noch zum Helden zu werden, als er einen wilden Lay-Up für eine Zwei-Punkte-Führung versenkte. Doch Ex-NBA-Profi Pierre Jackson (u.a. neun Spiele für die Mavericks) antwortete 7,2 Sekunden vor Schluss mit einem Dreier. Er hatte am Spielende 63 Punkte auf dem Konto.

„Diese Niederlage habe ich immer noch nicht verarbeitet“, ließ Fredette nach dem Spiel über Social Media verlauten. „Aber es war ein unglaubliches Spiel. Ich bin stolz auf unsere Jungs, dass wir so gekämpft haben.“ Auch den Traum von der NBA, in der heutzutage praktisch jedes Team nach eiskalten Shootern sucht, wird der Guard noch nicht aufgegeben haben. Und die Chancen werden nach seiner neuerlichen Gala nicht kleiner geworden sein.

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