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Fünf Erkenntnisse zum Lakers-Opener

Im ersten Spiel der NBA-Saison 2018/19 mussten sich die Los Angeles Lakers, beim Debüt von LeBron James, den Portland Trail Blazers mit 119:128 geschlagen geben. BASKET hat fünf Erkenntnisse aus dem Season-Opener gewonnen.

1) Von außen fällt nichts

Rajon Rondo, Lance Stephenson, Michael Beasley – der ein oder andere Experte wunderte sich bereits im Sommer, dass Rob Pelinka und Magic Johnson bei der Kaderzusammenstellung offensichtlich keinen großen Wert auf die Dreierquoten ihrer Neuverpflichtungen legten. Nicht wirklich nachvollziehbar, angesichts der Tatsache, dass auch die verbliebenen Akteure wie Lonzo Ball oder Kentavious Caldwell-Pope nicht gerade als Scharfschützen gefürchtet werden. Damit, dass auch LeBron James, Brandon Ingram und Kyle Kuzma zusammen nur einen von 15 Würfen von Downtown treffen, war zwar nicht zwingend zu rechnen, dass es bei den Lakers allerdings an verlässlichen Schützen mangelt, war gegen Portland nicht zu übersehen. Die Dreierquote von 23,3 Prozent wird keine einmalige Ausnahme und das fehlende Spacing ein dauerhaftes Problem bleiben.

2) LeBron muss sein Rolle noch finden

Zu Beginn sah es so aus, als bräuchte der King überhaupt keine Anlaufzeit. Es waren noch keine drei Minuten gespielt, da hatte James das Moda Center mit zwei krachenden Tomahawk-Dunks zum Schweigen gebracht. Doch mit zunehmender Spieldauer war nicht zu übersehen, dass der beste Basketballer seiner Ära seine Rolle bei den neu zusammengestellten Lakers noch finden muss. Der LBJ agierte nicht mit der Entschlossenheit, die seine Fans von ihm kennen, zudem liefen viele Angriffe über Rondo. Luke Walton wird sich Gedanken machen müssen, wie er seinem Superstar in der Offense noch mehr Verantwortung geben kann. 16 genommene Würfe und nur 8 Punkte in der zweiten Halbzeit sind in der Summe zu wenig!

So schwach die Lakers „from deep“ agierten (erst der 16. Versuch fiel durch die Reuse), so stark war das Inside-Spiel. Unglaubliche 50 Punkte erzielte „Purple and Gold“ in der ersten Halbzeit in der Zone. Das lag auch daran, dass das Team von Luke Walton hohes Tempo ging und viele Fast-Breaks lief. Die richtige Marschroute für das junge Team! Auf Dauer allerdings muss die Offense variabler werden. Die Blazers bewiesen in Durchgang zwei, dass sie sich auf die Scoringversuche am Brett schnell eingestellt hatten und ließen in den zweiten 24 Minuten nur noch 20 Zonenpunkte zu.

Lakers

26 Punkte und zwölf Rebounds konnte LeBron James in seinem Lakers-Debüt verbuchen (Foto: Getty Images).

3) Die Bank funktioniert noch nicht

Ja, die Lakers brauchen Zeit! Angesichts der großen Fluktuation in der Offseason darf man diese Floskel ausnahmsweise mal gelten lassen. Das Plus-Minus-Rating der Bankspieler dürfte aber selbst die größten Optimisten schockieren: Kuzma, Hart, Ball und Stephenson vereinen ein Rating von -45 Punkten, wenn sie auf dem Court standen. Die Frage, ob die Line-Ups schon passen und der Small Ball (wenn McGee auf der Bank sitzt) auf Dauer die richtige Wahl ist, muss sich Coach Walton also gefallen lassen.

4) Die deutschen Rookies müssen noch warten

Große Hoffnungen hatten sich die deutschen Fans im Vorfeld des Openers wohl nicht gemacht, dennoch war zumindest ein Einsatz des Zweitrunden-Picks Isaac Bonga im Bereich des möglichen. Der 18-Jährige muss aber ebenso wie Moritz Wagner weiter auf sein NBA-Debüt warten. Während Wagner verletzungsbedingt fehlte und in zivil zum zuschauen gezwungen war, erhielt Bonga trotz Kaderplatz keine Einsatzzeit. Gut möglich, dass der großgewachsene Guard sich noch etwas gedulden muss, bis er erstmals an der Seite von LeBron und Co. auf dem Hardwood steht. Mit Wagners Rückkehr ist Ende des Monats zu rechnen. Der Big Man verpasste die komplette Vorbereitung aufgrund einer Knieverletzung.

5) Kein Grund zur Sorge

Spiel 1 der neuen Saison in Portland zu verlieren, ist kein Drama! Hier werden im Laufe einer langen Saison noch ganz andere Teams unter die Räder kommen. Chancenlos waren die Lakers keinesfalls. Der 16-fache Meister zeigte sich gegen das drittplatzierte West-Team der vergangenen Regular Season bis zu Beginn des letzten Viertels auf Augenhöhe. Und so gibt es nach dem Saisondebüt für Anhänger der Traditions-Franchise noch keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Ob die Lakers stark genug sind, um im starken Westen zu bestehen, wird sich erst in den kommenden zwei bis drei Monaten zeigen.

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