BASKET

Superstars tauschen die Teams

Lange wurde spekuliert welches Team sich Kawhi Leonard leisten konnte und wollte. Nachdem der Small Forward der San Antonio Spurs einen Trade forderte, galten vor allem die Los Angeles Lakers und die Philadelphia 76ers als wahrscheinlichste Ziele. Wegen den großen Forderungen der Spurs zogen sich beide Franchises aus dem Rennen um den Superstar zurück. Die Toronto Raptors waren nun aber bereit den Preis für den 27-Jährigen zu zahlen, der in seiner Karriere 16,3 Punkte und 6,2 Rebounds verbuchen konnte.

Der zweifache All-Star wurde 2015 und 2016 zum Defensive Player of the Year gewählt und war 2014 sogar Finals-MVP.

Zu diesem Preis gehört unter anderem auch Franchise-Player DeMar DeRozan, der seit 2009 für die Kanadier auf dem Parkett stand. Für ihn ist es, genauso wie für Leonard, die zweite Profi-Station. In der vergangenen Spielzeit legte DeRozan in 80 Spielen 23 Punkte und 6,9 Rebounds auf. Er besitzt noch einen Vertrag über drei Jahre und 83 Millionen US-Dollar.

Zum Paket gehört auch der 22-Jährige Österreicher Jakob Pöltl. Der Center folgt DeRozan nach Texas. Außerdem wandern die Rechte für einen geschützten Draft Pick 2019 nach San Antonio. Sollte dieser nicht in die Ränge Eins bis Zwanzig fallen, wird er im darauffolgenden Jahr zu zwei Zweitrunden-Picks. Im Gegenzug muss Danny Green die Spurs verlassen. Der Shooter, der seit 2012/13 Stammspieler bei den Spurs war soll nun in Toronto DeMar DeRozan ersetzen.

Für die Raptors birgt dieser Trade auch einige Risiken. Leonards Vertrag besitzt nur eine Laufzeit von einem Jahr. 2019 besitzt er eine Player Option und könnte Free Agent werden. Dadurch wäre die Bahn für einen Wechsel zu den Los Angeles Lakers, seinem erklärten Wunschziel, frei. Außerdem absolvierte Leonard in der vergangenen Saison aufgrund einer Verletzung im Quadrizeps nur neun Spiele. Wann genau er aus seiner Verletzungspause zurückkehrt ist unklar. Klar ist allerdings, dass dieser Wechsel als der Trade des Sommers bezeichnet werden kann.

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