BASKET

„Toll, aber traurig“: Nowitzki wird 40

Die deutsche NBA-Legende Dirk Nowitzki wird heute 40 Jahre alt. Im Interview mit der deutschen Presse-Agentur redet „Dirkules“ über seine Gegenwart und Zukunft im Basketball.

Obwohl die kommende Saison das sage und schreibe 21. Jahr Nowitzkis in der NBA ist, will der Würzburger es nicht sein letztes nennen: „Ich möchte mir die Entscheidung über den Zeitpunkt meines Karriereendes offen halten. Mal sehen, wie es diese Saison läuft.“ Dabei waren die meisten NBA-Fans schon überrascht, dass der 7-Footer überhaupt noch weiterspielen will.

Eine Legende

Immerhin hätte Dirk schon allen Grund zurückzutreten. Er kann nämlich auf eine unglaubliche Karriere zurückblicken: 13 Mal All-Star, zwölf Mal All-NBA-Team, NBA-Champion, WM-Bronze und EM-Silber sind nur einige seiner Auszeichnungen. Darüber hinaus hatte das „German Wunderkind“ einen riesigen Einfluss auf die Basketball-Kultur. Als bester europäischer Basketballer aller Zeiten hat er maßgeblich zu der Popularität des einzig wahren Hallensports auf seinem Heimatkontinent, und vor allem in Deutschland, beigetragen. Durch seinen ungewöhnlichen Spielstil hatte er zudem die Power-Forward-Position und damit die gesamte NBA revolutioniert.

Nun ist er, neben Vince Carter (41) und Jason Terry (40), einer der drei aktiven NBA-Spieler im Ü40-Klub. Zu diesem „Meilenstein“ sagt Dirk: „Das ist toll, aber auch ein bisschen traurig, dass die Zeit so schnell vorbeigeflogen ist.“

In die Jahre gekommen

Die vielen Jahre im Leistungssport haben deutlich ihre Spuren hinterlassen: „Es braucht manchmal drei Massagen am Tag, das sehen die Leute nicht. Aber das ist mittlerweile nötig, um da draußen noch Spaß zu haben. Ich habe schon manchmal darüber nachgedacht, dass ich später wohl nicht mehr so mit meinen Kids im Garten rumspringen kann.“ Dennoch ist der Maverick dankbar für alles, was der Sport ihm wiedergegeben hat und zwar „nicht nur finanziell, sondern auch an unglaublichen Gänsehautmomenten und Freundschaften fürs Leben.“

Momentan ist Dirk leider auch noch verletzungsgeplagt. Nach einer Knöchel-Operation vor gut zwei Monaten läuft in der Reha aber „alles nach Plan“, bis Saisonstart will der 13-malige NBA-Allstar „wieder topfit“ sein.

Dirk Nowitzki

In dieser Saison stand Nowitzki durchschnittlich 24,7 Minuten auf dem Platz und machte 12,0 PPS. (Foto: Getty Images)

Immer noch nicht am Ende

„Ich habe einfach immer noch Spaß am NBA-Leben, den Herausforderungen und dem Zusammenhalt in der Mannschaft“, lauten die einfachen Gründe gegen ein Karriereende. Ob er danach sogar noch ein Jahr weitermacht, will Nowitzki nicht ausschließen. Eine Abschiedstour, im Stile von Kobe Bryant, sei jedoch nicht sein Ding. Momentan hat das Geburtstagskind zumindest noch einen Vertrag bis 2019.

Ob es nach seiner NBA-Karriere irgendwie im Basketball weitergeht, ist gar nicht so unwahrscheinlich. „NBA-Trainer ist eher nichts für mich. Das bin nicht ich“, sagt Dirk. Aber Individuelles Coaching mit Talenten könne er sich vorstellen. Nowitzki wurde ja selber auch maßgeblich von seinem Mentor und Trainer Holger Geschwindner beeinflusst.

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