BASKET

John Wall spricht Klartext

Nach dem Erstrunden-Aus gegen die Toronto Raptors gibt es Diskussionen über die Zukunft der Washington Wizards. Star-Spieler John Wall lies es sich nicht nehmen, dazu Stellung zu beziehen und findet dabei teilweise harte Worte für seine Teamkollegen.

Wizards müssen in der Offseason besser werden

„Wenn wir gewinnen sind alle glücklich, aber wenn es schlecht läuft, dann findest du wirklich raus, wer deine Brüder sind und wer mit dir in den Krieg zieht,“ sagte John Wall und kritisiert damit einige Wizards-Spieler. Nachdem Washington nur den achten „Seed“ im Osten besetzen konnten und in der ersten Runde gegen die Raptors rausflog, hatte der All Star einige Ideen für Umstrukturierungen in der Offseason.

Wall sagte: „Wir müssen schauen, welche Teile wir zum Team hinzufügen können. Wir müssen entscheiden, welche Spieler gehen müssen und welche bleiben können. Nur diejenigen können bleiben, die auch wirklich gewinnen und den nächsten Schritt mit uns machen wollen.“

Kompromisslose Wort von dem Point Guard, der die Hälfte der Saisonspiele verletzungsbedingt auf der Bank verbringen musste. „Ich baue keinen Druck bei anderen auf. Der Druck liegt auf mir, weil ich der Franchise-Spieler bin. Aber wenn ich meine Aufgabe mache, müssen die 14 anderen Jungs auch ihre Aufgaben erledigen und jedes Jahr besser werden“, sagte Wall. „Unser Problem ist, dass viele Leute ihre Rolle nicht verstehen und respektieren.“

John Wall

Die Wizards konnten es dieses Jahr nur zu einer 43-39-Bilanz schaffen. (Foto: Getty Images)

Spannungen mit Gortat?

Auch wenn der fünfmalige All Star niemanden direkt erwähnt, spekulieren viele, dass Marcin Gortat mit den Kommentaren gemeint ist. Zwischen den beiden Spielern gab es in dieser Saison bereits Spannungen und auch wenn Gortat sagte, dass vieles von den Medien übertrieben wurde, scheinen Walls Beschwerden relativ eindeutig. „Unsere Probleme sind ziemlich offensichtlich. Wir brauchen athletische Big Men,“ schlug Wall vor, was die Anspielung auf Gortat relativ deutlich erscheinen lässt.

Leader oder Diva

Das Interview löste in den Medien verschiedene Reaktionen aus. Auf der einen Seite wurde gesagt, dass Wall sich nur über Dinge beschwert, die ihm nicht gefallen und dass er damit gegen sein Team hetzt. Auf der anderen Seite merken Stimmen an, dass Wall einfach die Führungsrolle bei den Wizards übernimmt. NBA-Legende Paul Pierce sagte: „Ich respektiere ihn dafür. Ich bin mir sicher, dass er das die Saison über öfters angesprochen hatte. Wenn sich Spieler ihrer Rollen nicht bewusst sind, dann sollte man das als Leader ansprechen und genau das tut er.“

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Thank you
for sending!