BASKET

Simmons zerlegt Chicago Bulls

Eine fantastische Leistung des australischen Rookies Ben Simmons war für einen Sieg der Philadelphia 76ers gegen die Chicago Bulls ausschlaggebend (115:101).

In der Nacht auf den Mittwoch wurden die Reservisten für das diesjährige All-Star-Game in Los Angeles bekanntgegeben. Während Center-Star Joel Embiid zum ersten mal in seiner noch jungen Karriere an diesem Event teilnehmen wird, wurde Simmons von den Coaches nicht berücksichtigt. Ob dies unfair oder gerechtfertigt ist, kann jeder für sich entscheiden. Doch heue Nacht zeigte der No.-1-Pick aus 2016, auf was Fans und Zuschauer Mitte Februar im Staples Center verzichten werden müssen.

Nach ungewohnt schwachen Performances in seinen letzten Auftritten, lieferte Simmons im restlos ausverkauften Wells Fargo Center im Süden von Philly richtig ab (19 Punkte, 17 Rebounds, 14 Assists). Nur 22 Minuten Spielzeit benötigte er für sein fünftes Triple-Double der Saison – nur LeBron James (sieben TD) und Stat-Maschine Russell Westbrook (17 TD) haben dieses Jahr mehr Triple-Doubles verbuchen können als der 21-Jährige. So hatten sich die Sixers zur Halbzeitpause bereits einen komfortablen 14-Punkte-Vorsprung erarbeitet. Nach dem Pausentee wurde dieser konstant gehalten, da die Bulls aus Chicago zu keinem Zeitpunkt größere Gefahr ausstrahlten. Alle Starter der Gastgeber punkteten zweistellig, wobei Embiid (22 Punkte, fünf Rebounds, zwei Blocks) zusammen mit Bobby Portis (22 Punkte, elf Rebounds, drei Steals), Big Man der Bulls, der beste Werfer des Spiels war.

Ben Simmons ist erst der zweite Spieler der Geschichte, der in einem Spiel 19 Punkte, 17 Rebounds, 14 Assists und zwei Blocks verbuchen konnte. Der andere Akteur war Larry Bird, dem es gleich zwei mal gelang. (Foto: Getty Images)

Aufseiten Chicagos spielte sich neben Portis auch Zach LaVine (21 Punkte, sieben Rebounds, drei Assists), der erst sein sechstes Spiel nach einer langen Verletzungspause bestritt, in den Vordergrund. Andere Leistungsträger, wie Lauri Markkanen (zwölf Punkte, drei Rebounds) und der in den Trade-Gerüchten allseits präsente Nikola Mirotic (15 Punkte, drei Rebounds, 5/15 FG) blieben vergleichsweise blass.

Philadelphia befindet sich somit weiter in einem Hoch. Acht der letzten zehn Spiele gestaltete das Team von Headcoach Brett Brown erfolgreich und segelt somit weiter mit Kurs Richtung Playoffs. Ben Simmons schien die Nicht-Nominierung für das ASG ganz gut wegzustecken: „Natürlich wäre ich gerne dabei gewesen. Aber ich hoffe, dass ich in den nächsten Jahren den Sprung zum All-Star machen werde.“

Robert Lambrecht

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