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BASKET

Favoriten in der Krise

Nach sieben absolvierten Spielen muss allmählich die Frage erlaubt sein: Was läuft falsch bei den Cleveland Cavaliers? Mit einem erneut unmotivierten Auftritt wurde die Heimpartie gegen die New York Knicks leichtfertig abgeschenkt. 95:114 lautete das traurige Endergebnis aus Sicht des Teams von Coach Tyronn Lue.

Das gesamte letzte Viertel verkam zur „Garbage Time“, da die Knicks mit den starken Kristaps Porzingis (32 Punkte, zwölft Rebounds) und Tim Hardaway Jr. (34 Punkte, acht Assists) zu überzeugen wussten. Durch die bereits vierte Niederlage stehen die Cavs, die in den letzten drei NBA-Finals vertreten waren und 2016 den Titel gewinnen konnten, in der Eastern Conference mit einer negativen 3:4-Bilanz nur auf dem zehnten Platz. „Das ist inakzeptabel“, schimpfte Cavs-Coach Tyronn Lue im Anschluss an die Pleite.

Am besten bei den desolaten Cavaliers verkauften sich noch Kevin Love (22 Punkte, elf Boards) und LeBron James (16 Punkte, zehn Rebounds und sieben Assists). Doch auch Love und James ließen defensiv Einsatz vermissen. Besonders enttäuschend waren die Leistung von J.R. Smith (Plus-Minus-Bilanz von -24) und Tristan Thompson, der in 19 Minuten Einsatzzeit nur einen einzigen Punkt und keinen einzigen Rebound beisteuern konnte.

LeBron James mahnte zur Geduld und Besonnenheit: „Welcher Monat ist das? Oktober? Ich werde mich jetzt nicht verrückt machen. Ich habe so etwas schon zu oft erlebt“, winkte James im Anschluss ab. Es ist aber kein Geheimnis, dass „King James“ die Leistung seines Teams dennoch nicht schmecken dürfte.

In LeBron James‘ Gesicht lässt sich die Unzufriedenheit über den verkorksten Saisonstart ablesen (Foto: Getty Images).

Eher bescheiden ist die Stimmung auch beim haushohen Favoriten der Western Conference. Die Golden State Warriors musste gestern bereits die dritte Schlappe der noch jungen Saison verkraften. Gegen die Detroit Pistons, die mit diesem Sieg nun tatsächlich an der Spitze im Osten stehen, hagelte es eine 107:115-Pleite. Und das obwohl sich die individuellen Stats der Warriors sehen lassen können: Kevin Durant (28 Punkte, 10/14 FG), Klay Thompson (29 Punkte, 12/19 FG) und Stephen Curry (27 Punkte, acht Assists, 11/17 FG) erzielten allesamt gute Wurfquoten. Doch 25 Turnover (Detroit: 13 TO) waren schlicht und ergreifend zu viele. Hinzu kam, dass den Pistons elf Blocks gelangen, den Dubs hingegen nicht ein einziger.

Ob die beiden Favoriten auf den Final-Einzug bald aus der Krise kommen, ist fraglich? Die Warriors spielen in dieser Nacht gegen die Los Angeles Clippers, die sich bislang als starkes Team zu präsentieren wussten. Auf die Cavaliers warten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Indiana Pacers.

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