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Dubs-Serie reißt trotz Meilenstein

Paul Zipser hat mit seinen Chicago Bulls im gestrigen Spiel gegen die Golden State Warriors für ein neues Karriere-Highlight gesorgt. Gegen die Dubs gelang überraschend ein 94:87-Sieg. Zipser hatte bei diesem Sieg großen Anteil, indem er bewies, dass er auch in der Crunchtime kühlen Kopf bewahren kann.

Es war kein guter Tag für die Warriors. Nachdem der Meister von 2015 in der letzten Niederlage durch eine Verletzung Kevin Durants geschockt wurde, hätte es auch dieses Mal kaum schlechter laufen können. So begann die Partie bereits mit negativen Vorzeichen: Warriors-Coach Steve Kerr drohte krankheitsbedingt auszufallen und verpasste das Shootaround seiner Mannschaft. Dementsprechend verunsichert und unstrukturiert begannen seine Spieler. In der Folge zeigten die Dubs eine der schlechtesten Wurfleistungen der gesamten Saison. Interessanter Fact: Durch die gestrige Niederlage riss ihre unglaubliche Serie von 146 Spielen in Folge ohne eine einzige Back-to-Back-Niederlage.

„Es war ein unglaublicher Lauf, aber wir haben schon vermutet, dass die Serie am Ende dieser Saison reißen würde. Dass es dann heute war, ist nicht weiter überraschend. Ohne KD haben wir einen harten Stretch vor uns, aber wir werden wieder zurückkommen“, sagte der angeschlagene Steve Kerr auf das Ende der Back-to-Back-Serie angesprochen.

Die Abwesenheit von KD konnte auch Stephen Curry nur bedingt kompensiere, zwar war der „Baby-faced Assassin“ mit 23 Zählern der Topscorer seines Teams, konnte aber auch nicht für den Sieg führen. Auch wenn. Trotzdem erreichte der zweimalige MVP einen neuen Meilenstein. Mit zwei Dreiern (bei elf Würfen) überholt Curry Lakers-Legende Kobe Bryant und steht nun in der ewigen Top-Ten bei den erzielten Dreiern. Bei Klay Thompson lief es noch schlechter. Der zweite „Splash Brother“ traf nur fünf seiner 22 Würfe und hatte schlussendlich lediglich 13 Punkte auf dem Konto. Insgesamt trafen die Warriors nur sechs Dreier – erst zweimal in dieser Saison waren sie in dieser Hinsicht genauso schwach.

Stephen Curry kann, trotz neuem persönlichen Meilenstein, natürlich nicht mit der erneuten Niederlage glücklich sein (Foto: Getty Images).

„Die haben heute jede Menge Würfe vergeben. Aber wir haben auch gut verteidigt und sie zu Contested Shots gezwungen – das war unser Plan. Wenn wir so gut verteidigen, haben wir immer eine gute Chance auf den Sieg“, sagte Bulls-Star Jimmy Butler nach der Partie.

Die Chicago Bulls zeigten ganz gewiss keine Gala-Vorstellung, aber an diesem Abend zeigten sie mehr Kampf und Wille. Jimmy Butler erzielte 22 Punkte (6/14 FG) und verwandelte dabei alle seine zehn Freiwürfe von der Linie. Power Forward Bobby Portis konnte ein Double-Double auflegen (17 Punkte, 13 Rebounds).

Aus deutscher Sicht war die Performance von Paul Zipser ein Anlass zur Freude. Nachdem der Heidelberger zuletzt sieben Spiele wegen einer Knöchelverletzung pausieren musste, war er gestern erstmals wieder im Aufgebot und durfte die komplette Crunchtime auf dem Court stehen. Und die Ausbeute kann sich sehen lassen: Neun Punkte (4/5 FG) und vier Rebounds konnte der Deutsche beisteuern. Seinen wichtigsten Moment hatte Zipser allerdings als er mit einem Dreier kurz vor Schluss für die Vorentscheidung sorgte.

Trotz der erneuten Niederlage sieht Klay Thompson keinen Anlass zur Sorge „Wir werden uns anpassen. Wir werden besser sein, wenn KD wieder da ist, aber wir werden uns da durchkämpfen. Wir haben genug Talent und sind tief genug.“ Mit einer Bilanz von 50:11 stehen die Warriors weiterhin ungefährdet an der Spitze der Western Conference.

Wenn ihr Paul Zipser in der Crunchtime noch einmal sehen wollt, schaut in unseren NBA Channel auf BASKET.de

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