BASKET

Dirk: „Spiele nicht für Rekorde“

Dirk Nowitzki hat längst seinen Platz in der Hall of Fame sicher. Während sich Kobe, Duncan und Garnett in den Ruhestand verabschiedet haben, will es Nowitzki in seiner 19. NBA-Saison noch mal wissen. Die Playoffs sind das Ziel, auch wenn Dirk weiß, dass es schwer wird. Im Interview erklärt der Würzburger, dass sich in seinen fast zwei Jahrzehnten in der Liga vieles verändert hat.

Hi Dirk, setzt du dir in den letzten beiden Jahren deiner Karriere andere Ziele als früher?
Wenn man jung ist, macht es noch Spaß. Da hatte ich das Ziel, All Star zu werden oder ins All-NBA-Team gewählt zu werden. Wenn man älter wird, ist das nicht mehr so wichtig. Für mich zählt nur der Mannschaftserfolg. Es macht Spaß, mit der Mannschaft zu gewinnen.

Willst du keine historischen Rekorde brechen?
Um Rekorde geht es mir eigentlich nicht. Wenn ich eine gute Saison spiele, werden noch ein paar Rekorde hinzukommen. Aber das ist nicht der Grund, weshalb ich jetzt noch spiele. Rekorde sind toll, wenn man in zehn oder 15 Jahren zurückschaut. Dann kann ich sie meinem Sohn Max zeigen und sagen: Schau Max, der Papa hat mal was gekonnt! Aber im Moment ist das zweitrangig. Ich würde viel lieber mal wieder die zweite Runde der Playoffs erreichen. Aber das wird sicher sehr schwer im Westen.

Wie viel Kontakt hast du zu den anderen beiden Deutschen, Dennis Schröder und Paul Zipser?
Mit Dennis habe ich gelegentlich Kontakt, zuletzt habe ich ihm viel Glück für die Saison gewünscht. Mit Paul Zipser habe ich auch schon ein paar Mal getextet. Zum Beispiel, als er in der Preseason in einem Spiel fast 20 Punkte erzielt hat. Da habe ich ihm gratuliert und wollte wissen, wie es so läuft. Er sagte mir damals, es mache Spaß. Es sei ein bisschen anstrengender und das Spiel ein wenig schneller. Aber ich denke, er hat sich inzwischen ganz gut eingelebt. Ich drücke den Jungs, solange sie nicht gegen Dallas spielen, natürlich die Daumen.

Wie hat sich das Spiel in den 19 Jahren verändert?
Als ich in die Liga kam, war das Spiel noch mehr vom Eins-gegen-eins geprägt. Es war noch sehr physisch und wurde von großen Spielern dominiert. Dann hat sich das Spiel langsam zum europäischen Team-Basketball hin entwickelt. Mehr Ball-Movement, bei dem jeder der fünf Spieler den Ball hat. Es ist schneller und athletischer geworden. Fast jeder kann heute Dreier werfen. Selbst manche Center haben inzwischen einen guten Dreipunktwurf. Das war früher nicht so. Das Spiel hat sich technisch weiterentwickelt. Es ist besser geworden. Die Regeländerung der illegalen Verteidigung in der Zone hat das Spiel geändert. Die beschriebenen Entwicklungen sind die Folge. Ich war am Anfang so dünn und leicht, dass die Regeländerung und die allgemeinen Entwicklungen mir damals sehr gut in den Kram gepasst haben.

Weiterlesen? Das gesamte Interview findet ihr in der aktuellen BASKET-Ausgabe (seit 7. Dezember am Kiosk)!
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