BASKET

Pleiß entlassen

Wer eins und eins zusammenzählen kann, hatte schon eine gewisse Vorahnung was passieren wird, denn der Trade von Tibor Pleiß zu den Philadelphia 76ers – im Gegenzug erhielten die Utah Jazz Point Guard Kendall Marshall, zwei Zweitrunden-Picks und eine Geldsumme – versprach nichts Gutes. Dass ausgerechnet die Sixers, die auf den großen Positionen mit Jahlil Okafor, Nerlens Noel, dem wiedergenesenen Joel Embiid sowie Carl Landry, Richaun Holmes und No.1-Pick Ben Simmons ein deutliches Überangebot haben, tatsächliches Interesse am Deutschen besitzen, schien kaum vorstellbar. Kam der Nationalspieler doch bereits nicht an seiner Konkurrenz Rudy Gobert und Derrick Favors im Mormonen-Staat vorbei. Stattdessen wurde er mehrfach in die D-League geschickt und musste sich beim Farmteam Idaho Stampede beweisen.

Tibor Pleiß Zeit in der NBA scheint beendet (Foto: Getty Images).

Tibor Pleiß‘ Zeit in der NBA scheint beendet (Foto: Getty Images).

Nun wurde Pleiß genau wie Carl Landry gewaived, wie Philly am Mittwoch verkündeten. Der 2,18 Meter Mann könnte nun, da er auf der Waiver-Liste steht, noch von den Brooklyn Nets, den Phoenix Suns, den Minnesota Timberwolves, den Denver Nuggets, den Indiana Pacers und den Cleveland Cavaliers übernommen werden, sollte eines der Teams bereit sein das Gehalt des Deutschen zu übernehmen.

Ob der gebürtige Rheinländer bis zum Start der Spielzeit 2016/17 noch ein NBA-Team findet, ist jedoch mehr als fraglich. Wahrscheinlicher ist jedoch eine Rückkehr nach Europa, wobei sich ein Engagement in Spanien, Italien, Russland oder der Türkei deutlich realistischer darstellt, als eine Rückkehr nach Deutschland in die BBL. Der amtierende Euroleague-Champion ZSKA Moskau soll angeblich bereits Interesse bekundet haben.

Am gestrigen Mittwoch absolvierte der Center das erste EM-Qualifikationsspiel für die deutsche Nationalmannschaft in Kiel gegen Dänemark und kam auf zehn Punkten und neun Rebounds (davon fünf offensiv). Obwohl er auf Tuchfühlung mit einem Double-Double war , hatte aber dennoch über weite Strecken des Spiels Probleme gegen seine einsatzwilligen Gegenspieler. Dennoch gab es am Ende für Pleiß und seine Teamkollegen einen ungefährdeten 101:74-Sieg und den ersten wichtigen Schritt in Richtung Europameisterschaft 2017.

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