BASKET

Olympia: Melo schreibt Geschichte

Nach dem 119:62-Blowout der US-Basketballer gegen China, folgte am 2. Spieltag die nächste Machtdemonstration gegen Venezuela. Nach Spielende zeigte das Scoreboard 113:69 für die USA. Trotz dieser Eindeutigkeit konnten die Südamerikaner im ersten Viertel sehr gut mithalten und hielten den Spielstand bei 18:18. Die US-amerikanischen NBA-Stars traten im zweiten Viertel allerdings aus Gas und intensivierten ihre Defense. Fortan war es kein Wettkampf mehr, sondern ein Schaulaufen der hochbezahlten Superstars. Bester Werfer der USA war Paul George von den Indiana Pacers der mit 20 Punkten (6/7 FG) überzeugen konnte.

14 Punkte reichten dem New York Knick Carmelo Anthony, um Michael Jordan zu überholen und nun Dritter in der ewigen „Scorer-Liste“ der olympischen Geschichte der USA zu sein. Für den Forward sind es bereits seine vierten Olympischen Spiele. Der ehemalige Scoring-Champion der NBA führt die US-Boys als Kapitän in Rio an.

Carmelo Anthony überholte gegen Venezuela Michael Jordan in der ewigen Olympia-Scoringliste der USA (Foto: Getty Images).

Carmelo Anthony überholte gegen Venezuela Michael Jordan in der ewigen Olympia-Scoringliste der USA (Foto: Getty Images).

Deutlich spannender war die Partie zwischen Australien und Serbien. Die Mannschaft von „Down Under“ war bereits vor diesem Aufeinandertreffen in aller Munde, da sie überraschend deutlich gegen Medaillen-Favorite Frankreich mit 19 Punkten gewonnen hatte. Gegen die Serben taten sich die „Aussies“ deutlich schwerer. Nach völlig ausgeglichener erster Halbzeit, entwickelte sich im zweiten Durchgang eine äußerst attraktive und spannende Partie. Das Team von Coach Saša Obradović, der kommende Saison auf der Bank des FC Bayern München sitzen wird, ging in Führung und spielte sich, getragen von den lautstarken serbischen Fans, in einen Rausch. Doch der starke Backcourt der Australier, bestehend aus den NBA-Profis Patty Mills (26 Punkten 8/17 FG) und Matthew Dellavedova (23 Punkte, 7/8 FG, 13 Assists), bewahrte kühlen Kopf. Am Ende waren es mehrere starke Szenen der NBA-Spieler Mills, Dellavedova, Ingles, Baynes und Bogut, die entscheidend für den Sieg sorgten. So machte Australien aus einem lange Zeit spannenden Spiel, in nur fünf Minuten einen deutlich wirkenden Sieg (95:80).

Frankreich stand nach der Auftakt-Niederlage gegen Australien im Spiel gegen die Chinesen bereits mit dem Rücken zur Wand. Nervosität war, dem von Tony Parker (14 Punkte, acht Assists) angeführten Team, dennoch nicht anzumerken. Und auch der zuletzt schwache Euroleague-MVP Nando De Colo zeigte sich als bester Werfer mit 19 Punkten deutlich verbessert. Nie wirklich gefährdet, gewannen die Franzosen mit 88:60.

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