BASKET

Wade verlässt die Heat

Dass sich Spieler, von denen man dachte, sie könnten für immer für nur eine Franchise spielen, von genau dieser verabschieden, sind wir ja in dieser Offseason bereits gewohnt. Kevin Durant weg von OKC, Derrick Rose nicht mehr bei den Bulls, auch Al Horford kehrt den Hawks nach neun Jahren Treue den Rücken. In der vergangenen Nacht ist ein weiterer Knaller dieser Art dazu gekommen. Unglaublich, aber wahr: Dwyane Wade wird in der neuen Saison nicht mehr im Trikot der Miami Heat auflaufen und kehrt stattdessen in seine Heimatstadt zurück, wo er das Trikot der Chicago Bulls überstreift. Für zwei Jahre soll Wade dort 47,5 Millionen US-Dollar verdienen.

Dwyane Wade feiert mit den Fans der Miami Heat einen Sieg.

Vergangenheit: Dwyane Wade ist kein Teil der Miami Heat mehr.
Foto: getty images

Die Entscheidung des 34-Jährigen hat bei den Fans der Heat für Enttäuschung und tiefe Trauer gesorgt. Immerhin verlässt eine, wenn nicht sogar die Legende der Franchise das Team. 2006, 2012 und 2013 war Wade mit Miami Champion geworden, stand außerdem 2011 und 2014 im Finale. 2003 war er als fünfter Pick von den Heat gezogen worden, seitdem zwölf Mal All Star gewesen. Entsprechend schwer fällt Wade der Schritt zu einem anderen Team. „Ich schaue mit Stolz auf das zurück, was wir gemeinsam erreicht haben“, sagte Wade in einer Stellungnahme. „Und die Entscheidung war unheimlich hart für mich. Aber ich glaube, dass ich die richtige Entscheidung für mich und meine Familie getroffen habe.“ Wade ist selbst gebürtig aus Chicago, die Chance, für die Bulls zu spielen, war ein enormer Anreiz. „Ich habe nie vergessen, wo ich herkomme und ich bin dankbar dafür, die Chance zu haben, für das Team zu spielen, das meine Liebe für den Basketball geweckt hat“, so Wade, der als Kind mit den Bulls um Michael Jordan mitfieberte.

Für die Bulls als Franchise bedeutet der Neuzugang aber auch, dass der Kader in Sachen Cap Space angepasst werden muss. Angeblich sucht das Front Office bereits intensiv nach Trade-Partnern für Mike Dunleavy und Jose Calderon.

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