BASKET

Bye-bye Hack-a-Player

Die miserablen Freiwerfer der NBA können sich freuen, ihre Demütigung und ihr leidiger Gang zu Freiwurflinie wird bald ein Ende haben. Adam Silver verkündetet eine Regeländerung zur kommenden Saison.

Die Basketball-Fans haben sich inzwischen daran gewöhnt, dass ein Spieler mit schlechter Freiwurfquote, um ihn an die Freiwurflinie zu schicken, absichtlich gefoult wird. Benannt nach Shaquille O’Neal wurde diese Taktik viele Jahre als „Hack-a-Shaq“ bezeichnet. In den letzten Jahren hatte dieses taktische Mittel jedoch dermaßen Konjunktur und verschiedene Opfer, dass heute gerne von „Hack-a-Player“ gesprochen wird. Andre Drummond, Dwight Howard und DeAndre Jordan sind die prominentesten Opfer, aber auch Josh Smith und Tiago Splitter wurden schon bewusst gefoult, um einen Vorteil zu generieren.

Die taktische Überlegung ist hierbei simple: Bei Rückstand muss ein Team, um diesen zu verringern, Angriff für Angriff mehr Punkte erzielen als der Gegner. Nach einem Foul, so die Foul-Grenze überschritten ist, muss der Gefoulte an die Freiwurflinie und kann nun maximal zwei Punkte erzielen. Trifft der Gefoulte jedoch auf Dauer nur 55% oder weniger seiner Würfe von der Linie, liegen die erzielten Punkte (unter der Berücksichtigung des Faktors Zeit) unter der durchschnittlichen Ausbeute pro Angriff und die Strategie macht Sinn. Andre Drummond traf in der vergangenen Saison lediglich 208 seiner 586 Freiwürfe (35,5%). Ihn kontinuierlich zu foulen, ist demnach nicht mehr nur eine gute Option in engen Phasen des Spiels, also kurz vor Ende, sondern ein echter „Masterplan“ und eine Überlegung für jeden Trainer der NBA.

Die NBA will jedoch, dass Basketball unterhaltsam und als Produkt attraktiv bleibt. Aus diesem Grund sieht sie sich gezwungen, die Regelung zur kommenden Saison zu ändern. In Zukunft wird ein absichtliches Foul nicht nur in den letzten zwei Minuten eines Spiels anders bestraft, sondern im kompletten vierten Viertel. Wird beispielsweise Dwight Howard im Schlussviertel beabsichtigt „umarmt“, ist nun ein Freiwurf und Ballbesitz die Folge.

Auch das Umgehen der Regel soll verhindert werden. So wie dies Clippers-Coach Doc Rivers einst tat, als er anordnete, J.J. Redick solle bei einem Freiwurf auf den Rücken von Andre Drummond springen, um so die„Off-the-Ball-Foul“-Regel zu umgehen. Damals war dies noch eine Regellücke. Eine Nachahmung wird in Zukunft allerdings mit einen „Flagrant Foul“ bestraft.

Ein Kommentar

  1. Zerohero

    13. Juli 2016 at 18:21

    ich finds blöd…hätten sie so lassen sollen!

    es war eine taktische möglichkeit und der freiwurf gehört für mich zum basketball dazu!

    schlechte freiwerfer werden jetzt auch noch belohnt, können mehr minuten aufm platz stehen und nehmen den anderen ihre spielzeit weg…

    ich hoffe silver lässt nur eine saison SO spielen und kehrt danach zur hack a player regel zurück.

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