BASKET

Miami siegt trotz Buzzer-Beater

Bereits in der ersten Runde wurden die beiden Ost-Teams Miami und Toronto körperlich voll gefordert, beide mussten gegen Charlotte bzw. Indiana über volle sieben Spiele gehen, um sich für die Conference Semifinals zu qualifizieren. Und gleich im ersten Spiel der Semis wurde es wieder anstrengend für die Nr. 2 und Nr. 3 der Eastern Conference. Nach einem nervenaufreibenden Spiel, das dann auch noch in die Overtime ging, setzte sich Miami am Ende mit 102:96 durch und hat damit den ersten wichtigen Auswärtssieg in einer Serie gesetzt, die keinen wirklichen Favoriten hat.

Dwyane Wade von den Miami Heat dribbelt im NBA-Spiel gegen die Toronto Raptors in Richtung Korb.

Dwyane Wade traf zehn seiner 21 Würfe aus dem Feld.
Foto: getty images

Enttäuschung herrschte bei den Toronto Raptors am Ende nicht nur über die Niederlage, sondern auch über die erneut schwache Leistung von All Star Kyle Lowry. Der Point Guard, der bereits in der ersten Runde gegen die Pacers fast durchgehend schwach performte, fand auch in Spiel 1 gegen die Heat nie zu seiner Form, die ihn noch in der Regular Season auszeichnete. Insgesamt lieferte Lowry nur sieben Punkte und sechs Assists ab, verlor dazu noch dreimal den Ball. Seinen einzigen großen Auftritt hatte er zum Ende des vierten Viertels. Die Raptors mit drei Punkten hinten, Lowry bekommt am eigenen Korb den Spalding. Nur noch drei Sekunden, deshalb muss er bereits an der Mittellinie abdrücken – und trifft! 90:90, das Spiel geht doch noch in die Overtime. Das Air Canada Center, aus dem die Raptors-Fans schon flüchten wollten, plötzlich wieder auf voller Lautstärke!

Doch die Raptors schafften es nicht, den Energieschub letztlich in einen Sieg umzuwandeln. Die ersten acht Punkte der Overtime gehen alle an die Heat, die es erst in der letzten Minute mit unnötigen Turnovers noch einmal spannend machen. Mit drei Punkten Vorsprung klaut Dwyane Wade den Ball von DeMar DeRozan und schließt den Fastbreak mit Foul ab. Überhaupt ist Wade mit 24 Punkten, sechs Rebounds und zwei spektakulären Blocks mal wieder einer der entscheidenden Faktoren. Auch sein Backcourt-Partner Goran Dragic (26 Punkte) präsentiert sich stark. Hassan Whiteside macht neun Punkte und 17 Rebounds, hat aber mit dem starken Jonas Valanciunas (24 Punkte, 14 Rebounds, drei Blocks) gehörige Probleme. Bei den Raptors treffen außerdem DeRozan (22) und Terrence Ross (19) solide.

Spiel 2 steigt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erneut in Toronto.

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