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BASKET

„Ich kann schon ein wenig scoren“

Jimmy Butler von den Chicago Bulls kommt gegen zwei Verteidiger der Atlanta Hawks zum Wurf.

Mit 21,2 PPS legt Jimmy Butler in dieser Saison ein neues Career-High auf.
Foto: getty images

Dass Jimmy Butler mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden ist, ist kein Geheimnis. Wie könnte er auch? Er selbst wurde von einer Knieverletzung zurückgeworfen, sein Team rutschte immer weiter ab in den Rängen der Eastern Conference. Aktuell liegt das von Verletzungen gebeutelte Bulls-Team (neben Butler und dem Langzeitpatienten Derrick Rose erwischte es auch Joakim Noah) auf Platz neun, die Playoff-Teilnahme ist in akuter Gefahr. Und das alles, weil Butler nicht scoren konnte, sondern mehrfach verletzt zuschauen musste. Aus dieser schwierigen Phase hat sich Chicago nicht befreien können. Denn: Butler ist zum Leader der Bulls geworden. Das Team braucht ihn, und Butler selbst weiß das nur zu gut.

BASKET: Hi Jimmy! Du wurdest auch in diesem Jahr ins All-Star-Team des Ostens gewählt, konntest aber -aufgrund deiner Verletzung nicht am Spiel teilnehmen. Hast du das Wochenende trotzdem genießen können?
Jimmy Butler: Ja, auf jeden Fall. Es war für mich die Möglichkeit, von all diesen großartigen Spielern umgeben zu sein. Spieler, die ich früher selbst im Fernsehen angeschaut habe. Jetzt mit ihnen zusammen in einem Team zu stehen ist etwas ganz Spezielles, was für mich auch nicht selbstverständlich ist. Außerdem haben meine Brüder und meine Trainer so hart dafür gearbeitet, mich an diesen Punkt zu bringen. Ich fand, dass es das einzig Richtige war, das Beste aus dieser Situation herauszuholen. Ich versuche, so viel wie möglich von diesen Veteranen zu lernen. Vor allem, weil es das letzte All-Star-Wochenende für Kobe war. Dabei zu sein, wenn eine solche Legende sich verabschiedet, war natürlich noch mal ein besonderes Highlight.

Wie lief eigentlich der Prozess ab, bis dir die Schwere der Verletzung bewusst geworden ist?
Als es passiert ist, habe ich schon an der Intensität des Schmerzes gemerkt, dass ich mich verletzt hatte. Am Anfang habe ich natürlich gehofft, dass es keine ernsthafte Verletzung ist. Das ist auch ganz normal, finde ich. Ich habe aber solch ein „pop“ im Gelenk -gemerkt, das war dann wahrscheinlich die Kapsel. Als ich dann nach einiger Zeit versucht habe, das -Gelenk wieder zu belasten, waren die Schmerzen noch da. Das war ein eindeutiges Zeichen.

Gibt es in solchen Fällen einen Zeitplan, mit dem man arbeitet, wenn es um die Rückkehr auf den Court geht?
Nein, letztendlich musst du auf deinen Körper hören. Und du musst eine schlaue Entscheidung treffen. Ich liebe mein Team und die Organisation, für die ich spiele, natürlich will ich auf dem Platz stehen. Ich will der Mannschaft helfen, deshalb will ich auf dem Court sein. Nur dein Körper kann dir sagen, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Ich will so früh wie möglich spielen, am liebsten sofort im nächsten Spiel. Und wenn das möglich ist, dann werde ich das auch tun, glaub mir. Aber ich muss sicherstellen, dass alles okay ist. Ich kann nicht riskieren, mich erneut zu verletzen.

Deine Rolle bei den Bulls hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert. Neben deiner Rolle in der Defense stehst du auch in der Offensive immer mehr im Fokus. Wie kommst du mit diesen Veränderungen zurecht?
Ich würde gar nicht einmal sagen, dass ich so sehr im Fokus unserer Offense stehe. Ich kann schon ein wenig scoren und auch für andere kreieren, aber ich denke nicht, dass ich deswegen der Mittelpunkt im Angriff bin. Ich bin einfach der Rollenspieler, der die Rolle ausfüllt, die ihm in diesem Team zugetragen wurde. Was die Verteidigung angeht, das müssen wir sowieso als Mannschaft hinbekommen.

Das komplette Interview lest ihr in der neuen BASKET-Ausgabe (ab 13. April am Kiosk).

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