BASKET

Starker Schröder reicht nicht

Mit Ball in der Hand zieht Dennis Schröder an seinem Gegenspieler Stephen Curry vorbei.

Besonders in der Offensive forderte Dennis Schröder Steph Curry immer wieder heraus.
Foto: getty images

Für Dennis Schröder und seine Atlanta Hawks stand mit dem Duell gegen MVP Stephen Curry und die Golden State Warriors der ultimative Härtetest bevor. Beim letztlich hart umkämpften 102:92-Sieg der „Splash Brothers“ sah es lange Zeit nach einem leichten Spiel für den amtierenden Champion aus. Das Team von Coach Steve Kerr zeigte den Hawks über weite Strecken der Partie relativ deutlich die Grenzen auf, ehe Atlanta, angeführt von einem starken Dennis Schröder (18 Punkte, sechs Assists) und Al Horford (23 Punkte, 16 Rebounds) ins Spiel zurück kommen konnte. Wie schon gegen die LA Clippers im Spiel zuvor, gaben die Warriors auch diesmal eine komfortable Führung zur Halbzeit (58:39) beinahe noch aus den Händen. Schlussendlich lag es mal wieder an Superstar Curry, das Spiel an sich zu reißen. Mit 36 Punkten, acht Assists und drei Steals war der MVP zum wiederholten Male der wertvollste Mann auf dem Feld. Schon zur Pause mit 19 Zählern und vier von fünf getroffenen Dreiern, drückte Curry vor allem in der Schlussphase dem Spiel seinen Stempel auf. Unterstützung kam hauptsächlich von Seiten seines kongenialen Backcourt-Partners Klay Thompson, der mit 27 Punkten ein ebenfalls gutes Spiel ablieferte.

Mit dem Sieg über Atlanta fiel zudem ein weiterer Rekord in einer ohnehin schon historischen Saison für die Warriors: Früher als zu diesem Zeitpunkt in einer Spielzeit konnte noch kein Team 50 Siege vorweisen. Ein weiterer Meilenstein auf der Jagd nach der ewigen Bestmarke von 72:10 aus dem Jahr 1995/96, aufgestellt von Michael Jordan und seinen Chicago Bulls. Dementsprechend zufrieden war Curry nach dem Spiel, wollte den Sieg aber nicht überbewerten: „Wir sind eine besondere Gruppe. 50 Siege sind großartig, doch wir müssen hungrig bleiben, denn im Juni will niemand mehr über diese Statistik reden.“

Für die deutsche Point-Guard-Hoffnung Dennis Schröder war das Duell auf höchstem Niveau gegen den zurzeit vermutlich besten Spieler der Liga ein besonders wertvoller Gradmesser. Vor allem in der Offensive wusste Schröder mit seiner Energie und Schnelligkeit zu gefallen. Entwickelt sich der Sixth Man der Hawks mit der gleichen Beständigkeit weiter, darf er sich berechtigte Hoffnungen auf einen baldigen Platz in der Starting Five machen.     

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