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BASKET

Warriors demütigen Cleveland

Cleveland verliert gegen die Warriors

Lebron James verliert den Ball an Stephen Curry.
Foto: getty images

Der Martin-Luther-King-Tag ist in den USA ein wichtiger Feiertag. In Gedenken an den Bürgerrechtler zelebriert auch die NBA diesen Tag. Wenn der Spielplan der neuen Saison bekannt gegeben wird, weiß man das an Weihnachten und an diesem Tag, besondere Spiele auf die Fans warten. Auch dieses Jahr wurden diese nicht enttäuscht. Die Finals wurden neu aufgelegt. Die Golden State Warriors spielten gegen die Cleveland Cavaliers. Das beste Team im Osten gegen das beste Team im Westen. Dazu die zwei besten Spieler der Welt, Lebron James und Stephen Curry, auf einem Parkett.

Vor dem Spiel wurde viel über die Chance der Cavs geschrieben, welche endlich an den Warriors Rache nehmen könnten. Lebron James & Co hatten zuvor vier, der letzten fünf Spiele gewonnen. Nur gegen die San Antonio Spurs gab es eine knappe 95:99 Niederlage. Golden State hatte dagegen zwei, der letzten drei Spiele verloren. Detroit und Denver zeigten dem Team von Interims-Coach Luke Walton die Grenzen auf. Die erste Krise der Champs?

Cleveland schafft es nicht das Pick&Roll zu verteidigen

Golden State beantwortete die Frage gestern Nacht eindrucksvoll. Mit 132:98 fegten sie die Cavs aus der eigenen Quiken-Loans-Arena. An einem Abend an dem die ganze Nation zuschaute, fügten Stephen Curry & Co, Lebron James die höchste Niederlage seiner Karriere zu. Es war eine Demonstration – Stephen Curry traf 12 seiner 18 Versuche für 35 Punkte und saß, nachdem die Warriors teilweise mit 40(!) Punkten führten, im letzten Viertel auf der Bank. Cleveland schaffte es nicht, dass Pick&Roll der Warriors zu verteidigen,  MVP Curry drückte teilweise schon kurz nach der Mittellinie ab und traf. Cleveland-Coach David Blatt war so verzweifelt, dass er mit teilweise drei Verteidigern das Pick&Roll zu „trappen“versuchte. Dies ging deutlich schief, da der Ballführer fast immer den offenen Mann fand.

Auch hatte man in Cleveland gehofft, dass die All-Stars Kyrie Irving und Kevin Love einen Unterschied ausmachen würden. Beide konnten auf Grund von Verletzungen an den Finals nicht teilnehmen. Gestern Nacht enttäuschten beide. Kyrie Irving erzielte lediglich acht Punkte und traf nur drei seiner elf Versuche. Kevin Love, ein Schatten seiner Minnesota-Zeit, erzielt in knapp 20 Minuten magere drei Punkte. Doch war es letztlich die Defensive, welche den Cavs das Genick brach. 54% trafen die Warriors aus dem Feld, 47% hinter der Dreipunkte-Linie.

Wie geht es weiter für die Cavs?

Warriors-Fans dürften nach dieser Vorstellung beruhigt sein. Der Weckruf kam zur richtigen Zeit. Doch wer Cleveland die Daumen drückt, dürfte nach der gestrigen Vorstellung ins Grübeln geraten. Vor circa einem Jahr hatte Cavs-GM David Griffin einen Erstrunden-Pick nach Denver gesendet und im Gegenzug Timofey Mozgov erhalten. Mozgov entwickelte sich zum X-Faktor der Cavaliers und spielte gut in den Playoffs. Gestern stand der russische Hüne lediglich 14 Minuten auf dem Platz. Gerüchte, dass die Cavs versuchen Mozgov zu traden, machen seit Wochen die Runde. Einen Pick in der ersten Runde würden sie für Mozgov nicht mehr bekommen, aber Cleveland würde Platz schaffen, um einen Spieler wie Markieff Morris zu verpflichten. Der „Stretch-Four“ ist unglücklich in Phoenix und könnte als Alternative für Kevin Love herhalten. Vor dem Spiel hieß es die Cavs wären sich nicht sicher einen Trade tätigen zu wollen, da man sich sorgt die Team-Chemie zu sehr zu verändern. Heute sollte klar sein, dass gehandelt werden muss. Oder wie es Lebron James nach dem Spiel sagte: „Heute haben wir gesehen, wie weit wir noch davon entfernt sind, ein Champion zu sein.“

 

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