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BASKET

Der Playoff-Push der Pelicans

Langsam zeichnen sich die Playoff-Teams ab. Wie jedes Jahr vor dem All-Star-Game, hat man eine ungefähre Ahnung, welche Teams es letztlich in die KO-Runde der NBA schaffen. So können sich Teams wie Cleveland, Golden State, Toronto und Oklahoma City sicher sein, im Sommer um den Titel mitspielen zu dürfen. Auch gibt es immer Mannschaften, die zu diesem Zeitpunk der Saison ihren Rhythmus finden und noch in die Playoffs reinrutschen.

Dieses Jahr sind das im Westen neben Portland, Sacramento und Denver, die New Orleans Pelicans. Kaum einer hätte vor der Saison gedacht, dass diese zu diesem Zeitpunkt der Saison einen 14-27 Rekord aufweisen würden. Letztes Jahr noch als Achter in die Playoffs gerutscht, hoffte man dieses Jahr eine ähnliche Entwicklung zu nehmen, wie Oklahoma ein paar Jahre zuvor. Diese Entwicklung fand dieses Jahr nicht statt. Das mag auch daran liegen, dass New Orleans nur einen Superstar mit Anthony Davis im Aufgebot hat. Die Thunder hatte damals mit Kevin Durant, Russell Westbrook und James Harden, drei der derzeit zehn besten Spieler der Welt im Kader.

Anthony Davis dunkt

Anthony Davis hatte 35 Punkte beim 114:99 Sieg der Pelicans über die Timberwolves.
Foto: getty images

Zu viel Geld für zu viele Guards

2011 hätten die Hornets es wohl für unmöglich gehalten, wenn man ihnen versichert hätte, dass diese im Jahr 2016 Eric Gordon und Tyreke Evans in einem Team hätten. Eric Gordon tradete man damals für Chris Paul in der Hoffnung, einen der talentiertesten Guards der NBA zu erhalten. Tyreke Evans hatte im Jahr zuvor den „Rookie-of-the-year-Award“ gewonnen. Frisch aus dem College konnte Evans mit mehr als 20 Punkten pro Spiel überzeugen. Der weitere Verlauf der beiden vielversprechenden Karrieren geriet daraufhin ins stocken. Eric Gordon konnte in Louisiana nie wirklich überzeugen. Der Shooting-Guard erzielte 2012/13 17 Punkte pro Spiel. Nach einer schweren Verletzung degraissierten seine States bis sie 2014/15 mit 13 Punkten pro Spiel den Tiefpunkt erreichten. Evans hatte schon in Sacramento Probleme, die guten Leistungen seiner Rookie-Saison zu bestätigen. In seiner ersten Saison bei den Pelicans scorte er nur 14 Punkte pro Spiel, sein Karrieretief. Letztes Jahr konnte Evans sich dennoch verbessern, was wohl auch dazu beitrug, dass er dieses Jahr Jrue Holiday als Starter verdrängen konnte. Holiday ist selbst ein kurioser Fall. In Philadelphia zum All-Star gereift, konnte der von Verletzungen geplagte Point-Guard noch nie mehr als 50 Spiele in einer Saison für die Pelicans bestreiten.

Da nun auch der neue Coach Alvin Gentry es nicht schaffen konnte aus dem talentierten Team einen „Winner“ zu formen, muss man auch das Management hinterfragen. Dieses gab den drei Guards jeweils Verträge mit zehn bis 15 Millionen US-Dollar pro Saison. Der Vertrag von Eric Gordon ist der einzige, der diesen Sommer ausläuft. Das New Orleans so unflexibel war, was das Trade-Geschäft der NBA angeht, liegt an diesen dicken Verträgen. Kein anderes Team hätte diese Verträge aufnehmen wollen, zumal die Spieler auch unter Wert performten.

Davis ist die einzige Hoffnung

Dass die Pelicans zu diesem Zeitpunkt noch eine Chance auf die Playoffs haben liegt vor allem daran, dass der Westen dieses Jahr eine Zwei-Klassen-Gesellschaft ist. Platz eins bis sieben sind alles Teams mit einem Rekord über .500. Danach streiten sich von Platz acht (Utah) bis eben Platz zwölf (Pelicans), fünf Teams um den letzten Platz im Westen. So wird es auch in diesem Jahr auf Anthony Davis herauslaufen. Der All-Star erzielt 23 Punkte und zehn Rebounds pro Spiel. Gestern Nacht bewies er wieder einmal, dass er Spiele alleine entscheiden kann. Die Pelicans schafften es, einen 17-Punkte-Rückstand gegen Minnesota aufzuholen. 35 Punkte konnte der junge Power-Forward dazu beitragen. Sollte sich Davis nicht verletzten und sollte er die Rolle als Leader des Teams annehmen, dann könnten es die Pelicans gerade noch in die Playoffs schaffen.

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