BASKET

Golden State Warriors völlig von der Rolle!

Kollektiver Ausfall! Wer mich nach der Leistung der Golden State Warriors in der zurückliegenden Nacht fragt, erhält diese beiden Worte als Antwort. Klar, die Cavs waren stark, LeBron – unglaublich, was der Typ in diesen Playoffs und Finals leistet! – überragend, der Gameplan gut. Aber dass die Cavaliers dieses Spiel gewannen, lag auch an den Warriors und vor allem an Steph Curry.

Steph Curry fand überhaupt nicht seinen Rhythmus! (Foto: Getty Images)

Steph Curry fand überhaupt nicht seinen Rhythmus und fehlte seinen Golden State Warriors damit überall! (Foto: Getty Images)

„Ich habe einfach keinen Rhythmus gefunden. Jedes Mal, wenn der Ball meine Hand verließ, hatte ich das Gefühl, dass ich nicht treffen würde“, sagte Curry nach dem Game. Der Season-MVP verbuchte zwar 19 Zähler, aber seine Quoten (2-15 3er, 5-23 FG) waren für seine Verhältnisse unterirdisch. „Ich glaube nicht, dass ich so etwas nochmal erleben werde“, kommentierte er nach der 93:95-Niederlage seiner Golden State Warriors. Doch rückgängig kann er die Pleite, in der er sich sechs Ballverluste leistete, nicht mehr machen …

Curry-Ausfall schmerzt!

Richtig bitter für die Golden State Warriors war dabei jedoch, dass das Team den Ausfall seines Superstars nicht auffangen konnte, weil die anderen Leistungsträger und Rollenspieler ebenfalls einen schwachen Abend erlebten. Andrew Bogut holte zwar zehn Rebounds, tauchte in der Offense aber vollkommen unter (zwei Punkte) und – das schmerzte richtig – ließ sich von Timofey Mozgov (17 Zähler, elf Boards) dominieren. Shaun Livingston (drei Punkte, ein Assist), Festus Ezeli (zwei Zähler) und Marreese Speights (0 Punkte) waren überhaupt gar keine Faktoren.

Andre Iguodala (sieben Zähler, sechs Rebounds, fünf Assists), Draymond Greene (zehn Punkte, zehn Rebounds, fünf Steals, vier Blocks) und Klay Thompson (34 Zähler, fünf Boards) waren die einzigen Lichtblicke. Harrison Barnes spielte solide (elf Punkte, sechs Rebounds), hätte aber deutlich mehr leisten können. Denn, und das müssen sich die Warriors vorwerfen lassen, sie nutzten ihre Chancen zu wenig!

Mehrmals spielten sie Small-Ball, während die Cavs Timofey Mozgov auf dem Court hatten. Doch anstatt den 2,16-Meter-Mann zu bewegen, aus der Zone zu locken und die Schnelligkeitsvorteile gegen ihn im One-on-one auszunutzen, wirkte GSW ideenlos und konnte keinen Profit aus der Situation schlagen. Selbiges Bild, als Cleveland Matthew Dellavedova auf dem Court hatte: Viel zu selten suchten die Golden State Warriors den Weg in den Post, um die Größenvorteile gegen den kleinen Cavs-Guard auszunutzen. Barnes, Greene, Iguodala und Thompson hätten viel mehr aufposten sollen – einzig Thompson suchte dieses Mittel in der ersten Halbzeit mehrmals.

Das Positive sehen!

Zusätzlich verloren die Golden State Warriors das Rebound-Duell (45:55), leisteten sich deutlich mehr Turnover (18) als Cleveland (13) und spielten als Mannschaft nur 16 Assists! Zu oft verwickelten sie sich in Einzelaktionen und Dribblings, anstatt den Ball und damit auch den Gegner laufen zu lassen. Natürlich hatte Steph Curry einen richtig miesen Tag, aber nur daran lässt sich die Niederlage nicht festmachen.

Was den Golden State Warriors allerdings Mut machen wird: Trotz dieser unterdurchschnittlichen Leistung hatten sie Siegchancen! 87:87 stand es zum Ende der regulären Spielzeit, damit kann die Kerr-Truppe auf jeden Fall leben. Die Frage ist nur, ob sie die richtigen Adjustments in ihr Spiel integrieren wird. Der Ball muss wieder besser laufen, alle Spieler müssen wieder Verantwortung übernehmen, die Defense muss weiterhin ihren Job machen und Steph Curry muss wieder hochprozentiger treffen. Es kann einfach nicht sein, dass sich der Season-MVP von einem Matthew Dellavedova – das soll kein haten sein, sondern eine objektive Einschätzung, „Della“ hat stark gespielt – aus dem Spiel nehmen lässt.

Steve Kerr, Coach der Golden State Warriors, sieht die Situation jedenfalls wie gewohnt ruhig und entspannt: „Wir haben verloren und nicht gut gespielt. So ist das nunmal, wenn du in den Finals bist. Jetzt müssen wir zurückkommen.“ Am Mittwochmorgen haben seine Jungs die Chance dazu.

NBA-Tickets gibt’s bei unserem Partner, dem SuperTicketLaden

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Thank you
for sending!