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BASKET

Muss Schröder mehr spielen?

Gestern Abend haben die Washington Wizards und Atlanta Hawks die zweite Playoff-Runde eingeläutet. In einem spannenden Spiel war es am Ende das Team aus der US-Hauptstadt, das dem vermeintlichen Favoriten den Schneid abkaufte. Zwar zeigten die Wizards eine gute Leistung, dennoch waren es wohl die Fehler der Hawks, die im Letzten die Partie zu ihren eigenen Ungunsten ausgehen ließ. Dazu ein paar Anmerkungen:

Dennis Schröder ist für die Hawks in dieser Saison wertvoll von der Bank (Foto: Getty Images)

Dennis Schröder ist für die Hawks in dieser Saison wertvoll von der Bank (Foto: Getty Images)

Ja, Mike Budenholzer ist ein erstklassiger Coach, sogar Coach of the Year, und ich im weitesten Sinne nur ein Basketballfan. Und ja, Jeff Teague ist ein All Star. Aber wenn sich mein All Star den Fuß umknickt und insgesamt 14 Würfe aus dem Feld und zwei von der Freiwurflinie braucht um elf punkte zu erzielen, dann muss ich mich als Trainer doch irgendwann mal auf der Bank nach Wechseloptionen umschauen. Wenn sich dort dann ein Spieler findet, der in weniger als der Hälfte der Spielzeit meines All Stars und der Hälfte der Würfe ähnlich gute Zahlen vorweisen kann, dann setze ich den aber mal sofort wieder ein. Genau das hat „Coach Bud“ aber nicht getan. Genug Optionen hätte er, doch trotz Verletzung und mittelmäßiger Leistung Teagues kam beispielsweise der Deutsche Dennis Schröder gestern auf nur 14 Minuten Einsatzzeit. In dieser knappen Viertelstunde legte er allerdings schon neun Punkte, vier Assists und drei Rebounds auf, traf dabei gute 57,1% aus dem Feld. Zudem ist der Nationalspieler defensiv keinesfalls schwächer als sein Backcourt-Kollege.

Natürlich ist das bei weitem nicht der einzige Grund für die gestrige Niederlage Atlantas und sicher ist der deutsche Playmaker kein alleiniger Heilsbringer. Doch muss meiner Meinung nach gerade in einem Team, das sich so auf die Uneigennützigkeit beruft wie die Hawks, derjenige zum Einsatz kommen, der die beste Leistung abrufen kann. All Star oder nicht spielt dann keine Rolle. Budenholzer und seine Mannschaft müssen sich jetzt für Spiel 2 neu sortieren. Der Trainer sollte dabei zukünftig den Fokus vielleicht auch auf die Stärke seiner Bankspieler um Dennis Schröder richten, wenn die Starter wackeln. Der 21-jährige hat jedenfalls gezeigt, dass er bereit ist.

 

Text: Benedikt Lülsdorff

 

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